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Little Big Stars - Gottschalk mit der Kinder-Wette

Kinder können in der von Thomas Gottschalk moderierten Show "Little Big Stars" ihr Talent zeigen. Das Format wird gerade viel diskutiert. Wir haben Experten gefragt, wie sie die Sendung einschätzen.

Little Big Stars ist die deutsche Version der US-amerikanischen Show Little Big Shots. Moderator der Sendung auf Sat.1 ist Thomas Gottschalk. Die erste Folge wurde am 23. April 2017 ausgestrahlt.

Format

In der Show treten Kinder auf, welche ihr Talent unter Beweis stellen: ob Tanz und Akrobatik, Gesang oder Comedy-Einlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Castingshows, gibt es im Format keine Jury und auch keine Gewinner und Verlierer. Moderator Gottschalk versucht, auf möglichst kindgerechte Art und Weise, mit seinen Gegenübern zu agieren, und befragt diese unter anderem zu ihren Hobbys und Talenten, bevor sie letztere auf der Bühne vorführen.

Einschätzung

Kristin Langer, SCHAU HIN!-Mediencoach, findet positiv, dass die Talentshow mit Kindern ohne Leistungsdruck und Konkurrenzsituation auskommt, da es keine Jury, kein Wettbewerb und damit weder Sieger noch Verlierer gibt. Thomas Gottschalk als netter „Fernsehonkel“ begegnet den Kindern auf Augenhöhe und nimmt sie ernst. Wehrmutstropfen sind die etwas gekünstelten Dialoge, die offensichtlich von Autoren geschrieben wurden und die nicht immer zu den Kindern passen. Hinzu kommt die mehrfach kritisierte schlechte Postproduktion mit schnellen Schnitten sowie völlig unpassende Lacher und Applaus.

Fazit: Im Prinzip nette Fernsehunterhaltung für die Familie. Eltern und Kinder können die Sendung gut gemeinsam schauen, wäre da nicht die späte Sendezeit 20.15 bis 22.30 Uhr, gerade für einen Sonntag. Das sei aber bei vielen ähnlichen Formaten auch das Problem z.B. „Frag doch mal die Maus“.

Marion Meinold, stv. Ressortleiterin bei TV SPIELFILM meint, die allgemeine Kritik sei zu Recht fokussiert auf den hilflosen Zusammenschnitt der Show und die falsch platzierte Einspielung der Lacher. Dazu komme das immer wiederkehrende Gottschalk-Bashing und der ewige Vergleich mit „Wetten, dass…?“. Neben den handwerklich groben Schnitzern ist gerade im Hinblick auf jüngere Zuschauer die Sendezeit und die Länge der Show zu bemängeln. Schließlich stellt sich die Frage, welches Kind am Sonntag abends so lange aufbleiben geschweige denn fernsehen darf. Die Show sei gerade durch die vielen Werbeblöcke, Wiederholungen und Zusammenfassungen zu lang gezogen.

Ansonsten findet die Redaktion die Show ganz gelungen, Gottschalk gehe nett mit den Kindern um, mache jede Albernheit mit, plaudere spontan und witzig wie eh und je. Die Kids führen stolz ihre Talente vor, ohne befürchten zu müssen, rausgewählt zu werden, weil jemand anders noch „besser“ oder „beliebter" ist. Das sei ja heute schon außergewöhnlich. Klar sei, dass man Kinder für den Auftritt auf einer Bühne auch vorbereiten muss. Natürlich merke das Publikum dann, dass da vorher Themen angesprochen wurden, auf die die Kinder sich beziehen.

Hier geht's zur Webseite der Show

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