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Malware-Apps im Play Store: Eltern sollten Kinderspiele überprüfen

Als harmlose Spieleerweiterungen getarnt, haben über 60 schadhafte Apps ihren Weg in den Play Store gefunden – und wurden laut Google zwischen drei und sieben Millionen Mal runtergeladen. Betroffen sind auch bei Kindern beliebte Spiele wie Minecraft, Lego Ninjago und Lego Star Wars.

Vater und Sohn mit Smartphone
© goodluz/ Fotolia

Die von Betrügern unter dem Namen „AdultSwine“ veröffentlichten Apps enthalten eine Schadsoftware, die pornografische Werbebanner über reguläre Werbung anderer Apps legt. Zusätzlich fordert sie den Benutzer auf, eine Virenschutz-App runterzuladen, oder verspricht einen verlockenden Gewinn nach Teilnahme an einem einfachen Gewinnspiel, hinter dem sich jedoch ein teurer Abo-Dienst verbirgt.

Android-Malware noch immer aktiv

Inzwischen hat Google 60 entsprechende Apps aus dem Play Store entfernt und den Entwickler „AdultSwine“ gelöscht. Wurden die Anwendungen schon auf das Smartphone oder Tablet geladen, sind sie jedoch weiterhin aktiv. Eltern sollten daher überprüfen, ob sie oder ihre Kinder eine der schadhaften Apps installiert haben. Eine Liste der betroffenen Anwendungen gibt es auf der englischsprachigen Seite der Sicherheitsfirma, die die Malware entdeckt hat.

App-Downloads: Drei Tipps für Eltern

Um sich und ihre Kinder vor solchen schadhaften Apps zu schützen, sollten Eltern sie vor dem Download genau prüfen. SCHAU HIN! hat hier drei Tipps zusammengestellt:

  1. Ist der App-Entwickler seriös?
    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Hier lohnt sich eine kleine Recherche des App-Entwicklers. Wie sieht der Internetauftritt aus, haben die Programmierer schon weitere bekannte Anwendungen auf den Markt gebracht?
  2. Download-Zahlen checken
    Wenn eine App bisher nur wenige Male geladen worden ist, lohnt sich etwas Recherche: Wer hat sie programmiert? Gibt es Kritiken im Internet? Natürlich gibt es Programme, die sehr spezifische Interessen bedienen und somit nicht millionenfach geladen wurden - aber auch dann ist ein Blick auf die Herstellerangaben sinnvoll.
  3. Kommentarbereich vor dem Download durchlesen
    Auch das ist hilfreich: Wenn andere Nutzer vermehrt wegen Sicherheitslücken oder Problemen schimpfen, sollten Sie den Download durchaus auch überdenken. Ein Allheilmittel ist das aber auch nicht - denn es besteht immer die Chance, dass Kommentare gekauft wurden: Hersteller beauftragen immer häufiger Agenturen, die positive Bewertungen absetzen, um so die Kunden zu täuschen.

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