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Marketing zur Fußball-EM: Alle(s) ballaballa?

Das Marketing zur EM läuft auf Hochtouren und spricht dabei vor allem auch Kinder und Jugendliche an. Doch braucht man unbedingt Sticker, Trikot, Ball und Süßigkeiten im EM- oder Deutschland-Look?

Ob Süßigkeiten, Spielzeug oder Sammelbilder: Viele Unternehmen nutzen die EM für die Bewerbung ihrer Produkte und fokussieren dabei gerade auch die jüngere Zielgruppe. Das Marketing vollzieht sich über alle Kanäle, vom TV-Spot über das Internet bis zum Supermarkt vor Ort.

Ein gutes Beispiel ist auch das Stickeralbum. Das kann schnell ein teurer Spaß werden, da die Wahrscheinlichkeit von doppelten Stickern zwangsläufig steigt, je mehr man davon besitzt. Das kann schnell ins Geld gehen. Für Eltern ist es oft eine Herausforderung, ihr Kind zu bestärken, trotz dieser Werbemacht einen kühlen und vor allem eigenen Kopf zu bewahren. Lesen Sie dazu auch die aktuelle Kolumne von Gerlinde Unverzagt: "Vom Sammeln und Tauschen".

Werbemechanismen erklären

Am besten nutzen Eltern diesen Anlass, um mit ihrem Kind über die Tricks der Werbung zu sprechen und diese bewusst zu machen. Muss es gerade dieses Trikot oder dieses Stickeralbum sein? Was ist wirklich dran an diesem Produkt? Ist es vielleicht nur interessant weil es überall angepriesen wird und Freunde damit angeben? Dabei können Eltern ihrem Kind deutlich machen, wie Marken das EM-Fieber geschickt nutzen, um Kunden zu gewinnen und an sich zu binden. Dabei ist völlig klar, dass Sportler nicht so fit sind, weil sie sich täglich von Schokocreme, Fast Food und Limonade ernähren.

Nicht blenden lassen

Oft werden gängige Produkte durch Deutschlandfahnen ergänzt, um sie besser zu verkaufen. Oder Verbraucher werden über bestimmte EM-Prämien dazu animiert, besonders viele Produkte und damit Punkte zu erwerben. Hier gilt es genau zu überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, die Prämien selbst zu erwerben bevor Dinge im Übermaß erwirbt, die zudem ungesund für Kinder sind.

Gruppendruck widerstehen helfen

Oft spielt hier auch der Druck vom Schulhof eine Rolle. So sind Kinder etwa mit raren Stickern oder Fan-Trikots scheinbar beliebter. Hier ist es wichtig, das Selbstbewusstsein von Kindern zu stärken und zu erklären, dass diese Beliebtheit oft oberflächlich und temporär ist. Echte Freunde mögen einen immer, auch ohne Ronaldo im Album.

Tauschangebote gemeinsam prüfen

Wer seine Sammelbilder tauscht, braucht durchschnittlich deutlich weniger Geld in die Hand zu nehmen. Das Internet erleichtert das Tauschen – in Online-Tauschbörsen können Nutzer Fotos von Sammelkarten in Listen hochladen und die Sticker per Post tauschen.

Zudem locken viele Tippspiele im Internet mit Gewinnen. Doch gibt es bei solchen Seiten einige unseriöse Angebote, die nicht für Kinder geeignet sind. Daher prüfen Eltern vor der Anmeldung die AGB sowie die Teilnahme- und Datenschutzbestimmungen, nehmen die Anmeldung selbst vor und weisen ihr Kind auf Risiken hin. Persönliche Daten sind möglichst nicht anzugeben. Persönliche Tausch-Treffen mit Unbekannten sollten eher gar nicht und wenn, nur in Begleitung der Eltern bzw. Älteren stattfinden.

Zusammen kreativ sein

Eine gute Alternative ist, Dinge selbst zu entwerfen, etwa ein selbst gebastelter Tischkicker. Das Netz bietet dazu viele Anleitungen, Basteltipps und Zeichenvorlagen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern schafft auch schöne gemeinsame Erlebnisse. Oder man sucht in der Familie die witzigste und merkwürdigste Werbeaktion während der EM und spricht darüber. Hier sind ein paar Beispiele:

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