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Medienbildung in Schulen: Studie und Onlinetool zu Bildungspartnerschaften

Schulen und ihre Partner schätzen ihre Zusammenarbeit bei der Medienbildung von Kindern und Jugendlichen als erfolgreich ein, wünschen sich aber mehr Förderung. Dies zeigt die neue Studie "Bildungspartnerschaften zwischen Schule und außerschulischen Akteuren der Medienbildung".

fotolia/juice images
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Erstmals wurden hier die Chancen und Probleme der Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen, Medienpädagogen, gemeinnützigen Vereinen oder Unternehmen untersucht. Ein besonderes Augenmerk richtet die Studie auf die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit und analysiert die unterschiedlichen Partner, deren Ziele und Erwartungen.

Die außerschulischen Akteure bringen wichtige Kompetenzen als Ergänzung zur Schule mit. Dies sind Fachkenntnisse bezüglich neuer Medienentwicklungen, einen engen Bezug zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, spezifische Produktionstechniken, bereitgestellte Technik oder oft auch finanzielle Mittel aus Förderungen.

Gegenseitiges Verständnis ist Voraussetzung

Dabei herrschen klare Vorstellungen von einer idealen Zusammenarbeit: So wird beispielsweise eine Verankerung des Themas Medienbildung in der Schule gewünscht, ein Verständnis der Partner für den Lernraum Schule und ein gegenseitiges Ergänzen der fachlichen und medienpädagogischen Kompetenzen. Wichtig ist den Befragten zudem, sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen zu orientieren.

Probleme gibt es aus Sicht der Beteiligten dann, wenn ein fehlendes bzw. unterschiedliches Verständnis über Medienbildung bzw. Medienkompetenz vorliegt. Auch strukturelle Bedingungen beeinflussen, ob und wie ein Austausch über die Ziele der Zusammenarbeit stattfindet. Kritisch betrachtet wird, dass Medien in vielen bildungspolitischen Papieren und Konzepten allenfalls in bestimmten Einheiten miterwähnt werden oder sich nur ein verkürzter Begriff von Medienbildung als Medieneinsatz für Lehrzwecke in den Curricula findet.

Die Frage der Verantwortlichkeiten zwischen Land, Kommune, Schulträgern und Schule sei oft unklar, so die befragten Experten. Häufig sei beispielsweise nicht klar geregelt, wer für die Verwaltung von Technik, Internetanschluss und Räumen zuständig ist und wer Zielvorstellungen zur Medienbildung definiert. Richtlinien zur Kooperation zwischen Schule und außerschulischen Akteuren sind weiterhin wenig geregelt und oft unklar. Hier müsse die Politik die Voraussetzungen für eine Öffnung des Lernraums Schule schaffen, indem sie darauf hinwirkt, den Schulen mehr Flexibilität in der Ausgestaltung von Unterricht zu geben und diesen für Externe zu öffnen.

Die hauseigenen Finanzierungsmöglichkeiten für Kooperationen seitens der Schulen sind beschränkt, so dass die Schule zwischen Förderungen in unterschiedlichen Bereichen abwägen muss. Dadurch entsteht eine Konkurrenzsituation zwischen unterschiedlichen zu fördernden Bereichen, von künstlerischen Projekten über Projekte zu Schreib- und Lesekompetenz bis hin zu Angeboten der Gesundheitsförderung oder eben Medienbildung.

Würde die Relevanz von Medienbildung an Schulen höher geschätzt, könnten beispielsweise Ganztagsschulförderprogramme in Kooperation mit außerschulischen Akteuren den Schwerpunkt auf Medienbildung setzen oder Schulentwicklungstage auf die Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Akteuren fokussiert werden.

Fragebogen soll Kooperationen erleichtern

Um Kooperationen zwischen Schulen und ihren außerschulischen Partnern künftig zu erleichtern und dabei typische Schwierigkeiten zu vermeiden, stellt die FSM ein Onlinetool bereit. Der Fragebogen weist auf wichtige Aspekte sowie Inhalte, Austausch- und Anknüpfungspunkte hin.

Die Studie wurde im Auftrag der FSM vom JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis gemeinsam mit JFF-Berlin-Brandenburg mittels einer Onlinebefragung unter den verschiedenen Akteuren sowie einer Befragung von Experten realisiert. Unterstützt wurde das Vorhaben von der Auerbach Stiftung, Google Deutschland und der EU-Initiative klicksafe.

Die Studie und das Online-Tool sind online verfügbar unter:
medien-in-die-schule.de/bildungspartnerschaften

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