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Medienerziehung als Gesellschaftsaufgabe

Die Tagung „Medienerziehung in der Familie. Neue Wege für die Zusammenarbeit mit Eltern“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur diskutierte, wie eine zeitgemäße Medienerziehung im Familienalltag aussehen kann. SCHAU HIN! fasst die Ergebnisse der Tagung kurz zusammen.

© Globalstock / iStock
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Medienerziehung ist bei einer digital geprägten Gesellschaft wichtiger denn je. Doch welche Hilfen brauchen Eltern, wie können Gesundheitsaufklärung und Medienpädagogik Familien unterstützen? Impulse auf diese Fragen lieferte die Veranstaltung in Vertretung des Landes NRW in Berlin mit über 130 Fachkräften aus Bildung, Familienpolitik, Medien- und Gesundheitsbereich.

Thomas Ilka, Staatsekretär im Bundesministerium für Gesundheit, erklärte: „Eltern sollten ihre Kinder im Umgang mit diesen Medien begleiten, ihnen, wo nötig, Grenzen aufzeigen, aber auch die Chance nutzen, gemeinsam Medien zu nutzen. Kurzum: Wir müssen die Eltern fit machen in Sachen Medienkompetenz.“

Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betonte: „Aufgrund des sich rasant wandelnden Medienangebots stehen Eltern vor ganz neuen medienerzieherischen Aufgaben. Wir wollen Eltern helfen, Risiken und Chancen der Medien richtig einzuschätzen, damit sie den Umgang ihrer Kinder mit Medien kompetent begleiten können.“

Dr. Ida Pöttinger, GMK-Vorsitzende, stellte zunächst die vielfältigen Chancen digitaler Medien heraus, die für Familien viele Wege der Kommunikation, Bildung und Unterhaltung eröffnet. Doch zeigten Studien, dass die Mediennutzung in der Hälfte der Familien immer wieder zu Konflikten führt und dass Eltern großen Bedarf an Beratung und Unterstützung haben. Zudem erforderte die komplexe Medienwelt eine sensible Medienerziehung, die über Verbote und zeitliche Regelungen hinausreicht. Notwendig sei die Ansprache, Einbeziehung und Motivation von Eltern für eine unterstützende Medienerziehung ihrer Kinder. Hierfür seien Elternbildung an Einrichtungen wie Kitas und Schulen, aber auch spezielle Elternabende und Eltern-Kind-Aktionen wichtig.

Die Tagung präsentierte in ihren Workshops ein breites Spektrum an Methoden und Themen und wies zugleich auf Handlungsbedarf für Kitas, Schulen, Elternberatung und psychotherapeutische oder ärztliche Praxis hin. Weitere Informationen erhalten Sie auf der GMK-Website (www.gmk-net.de).

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