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SCHAU HIN!

Medienkompetenz macht Schule

SCHAU HIN! hat gemeinsam mit dem Verein „Aufbruch Neukölln“ in dem Berliner Stadtteil Neukölln einen mehrsprachigen Elternabend veranstaltet. Zahlreiche Eltern aus mehreren Schulen und Kitas diskutierten zum Thema „Internet, Handy, Fernsehen - was ist gut für mein Kind?“.

© SCHAU HIN!

Die Welt der Medien wird immer komplexer. Die Entwicklung des mobilen Internets mit Smartphones und Tablet-PCs, eine große Anzahl von Fernsehsendern, Computerspiele und soziale Netzwerke – viele Eltern fühlen sich angesichts dieses Angebots überfordert und wünschen sich Orientierung. Ein Informationsangebot gerade für Eltern und Erziehende mit Zuwanderungshintergrund gibt es eher selten. Diese Lücke wollten SCHAU HIN! und der Verein „Aufbruch Neukölln“ schließen und luden am Dienstag, den 29. Januar, zu einem mehrsprachigen Elternabend.

Medienkompetenz in vier Sprachen

Die teilnehmenden Eltern erörterten die Frage „Internet, Handy, Fernsehen - was ist gut für mein Kind?“ in Workshops auf Deutsch, Türkisch, Arabisch und Rumänisch, die erfahrene Medienpädagogen begleiteten. Den Abend in der Eduard-Mörike-Grundschule moderierte der türkischstämmige Journalist Kemal Hür und sprach mit Beatrice Westphal, Schulleiterin der Eduard Mörike Schule, Kazim Erdogan, Gründer des Vereins „Aufbruch Neukölln e.V.“ und Kristin Langer, Mediencoach von SCHAU HIN!. Einig waren sich die Medienexperten vor allem darin, dass klare Absprachen wichtig sind. Zudem sollen Eltern sich mit ihren Kindern austauschen, was sie an bestimmten TV-Serien, Computerspielen oder Internseiten fasziniert. Im Mittelpunkt sollte also vor allem die gemeinsame Kommunikation und das Lernen voneinander stehen. Viele Eltern nutzten das Angebot, um Fragen zur Medienerziehung ihrer eigenen Kinder zu stellen. Fragen waren beispielsweise welche TV-Sendungen für Kinder geeignet sind und wie lange und wie oft Kinder Fernsehen schauen sollten. Die Medienpädagogen zeigten den Eltern auch alternative Freizeitgestaltungen zu PC und Fernsehen auf, wie Basteln, Spielen und Vorlesen. Die Eltern erhielten außerdem Hinweise zu Sicherheitseinstellungen für das Internet. Ein wichtiges Thema war zudem das Aufstellen von Regeln für Kinder, die die Zeit vor dem Rechner und Fernseher begrenzen. Orientierung gaben die Medienpädagogen darüber, dass eine Handynutzung ab neun Jahren sinnvoll ist.

Mediencoach Kristin Langer bewertete den Abend positiv: „Der Zuspruch zeigt, dass es bei Eltern mit Zuwanderungshintergrund einen großen Gesprächsbedarf zur Mediennutzung ihrer Kinder gibt. Daher ist es wichtig mit geeigneten Angeboten vor Ort zu sein und sich direkt an Eltern in ihrer Sprache zu wenden.“

An der Aktion beteiligten sich die Eduard-Mörike-Grundschule, die Löwenzahn-Schule, die Richard-Grundschule, die Adolf-Reichwein-Schule sowie die Kita Böhmische Straße, die AWO-Kita „Du und Ich“ und die Kita „Am Comeniusgarten“.

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