Lego startet Soziales Netzwerk für Kinder

LEGO Life bietet jetzt ein Soziales Netzwerk speziell für Kinder. Klarnamen und Gesichtsfotos sind verboten. SCHAU HIN! empfiehlt trotzdem auf Datenschutz zu achten und das neue Angebot gemeinsam zu entdecken.

LEGO® Life von © LEGO
LEGO® Life von © LEGO

Warum Facebook für Kinder ungeeignet ist und selbst vom Unternehmen für Jugendliche ab 13 Jahren empfohlen wird, ist klar: in vielen Gruppen stehen Beleidigungen an der Tagesordnung, Bilder zeigen oft nackte Haut und Gewalt. Damit möchte LEGO aufräumen und bietet für Kinder zwischen 5 und 13 Jahren jetzt ein eigenes soziales Netzwerk.

Nach Angaben von LEGO-Manager Rob Lowe wurde die App in Zusammenarbeit mit UNICEF und FTC entwickelt. Die App ist kostenlos. Für die Registrierung ist eine Lego ID erforderlich, für welche eine Erlaubnis von einem Elternteil Voraussetzung ist.

Bei der Anmeldung können Kinder sich einen eigenen Avatar mithilfe eines Generators erschaffen. Was positiv auffällt: In der App ist es nicht möglich sich mit einem Klarnamen anzumelden. Namen werden per Zufallsgenerator ausgewählt, der Avatar ist immer eine Spielfigur.

Funktionen und Einstellungen

Wie auch auf Facebook gibt es eine Timeline, die über die Aktivitäten von Freunden informiert und Beiträge zeigt, die kommentiert oder mit einem Like versehen werden können. Kinder können anderen Kindern, deren Inhalte sie mögen, folgen oder auch die Aktivitäten ihrer Lieblingscharaktere im LEGO Universum beobachten. In der Timeline befinden sich zudem täglich neue Aufgaben und Herausforderungen. Diese können darin bestehen, ein Bild zu verschönern oder ein Diorama aus Legofiguren zu bauen. Austauschen können sich Kinder zudem in moderierten Gruppenchats, die ihre Interessen wiederspiegeln.

Kinder können sowohl Bilder als auch Videos hochgeladen, die Freischaltung der Bilder erfolgt nach Überprüfung durch einen Algorithmus oder die Moderatoren. Kinder dürfen selbst nicht auf Videos und Bildern zu sehen sein, in erster Linie soll es um die Bauten gehen. 

Auf Datenschutz achten

Idee und Ansatz der LEGO Life App sind für Kinder besser geeignet als ihre erwachsenen Vorbilder, wie Facebook oder Google+. Dennoch empfiehlt SCHAU HIN!, dass Eltern ein Auge darauf haben, wie Kinder die App nutzen. Denn hinter der App steckt natürlich ein großes Unternehmen, welches Daten sammelt, Kinder zum Kauf von eigenen Produkten animiert und die Marke bekannt macht.

Fragen bezüglich des Datenschutzes sind dabei besonders relevant. Denn auch wenn anderen Usern keine Informationen weitergegeben werden, werden die Daten von dem Unternehmen gesammelt. Zusätzlich ist in den AGBs festgehalten, dass Rechte an Fotos und „Bauwerken“ ebenfalls abgegeben werden. Da es sich zudem um eine große Marke handelt, findet eine große Bindung an die Marke statt. SCHAU HIN! rät Eltern daher, mit ihren Kindern über Werbung und Datenschutz zu sprechen und die App am besten gemeinsam zu entdecken. Hier haben wir einige Tipps aufgeschrieben, die für das Thema Werbung wichtig sind.

 

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