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Mutprobe mit Smartphone

Jugendliche, die panisch ihr Allerheiligstes über den Abgrund, den Gullideckel oder die Kloschüssel halten - "Phone Pinching" ist der neue Trend in den sozialen Medien und belegt die enge Bindung Heranwachsender zu ihrem Smartphone.

Das sogenannte "Extreme Phone Pinching" soll zur Zeit wohl der neue Trend im Internet sein und eine Art Mutprobe mit dem eigenen Smartphone darstellen. Dazu wird auf Video festgehalten, wie Smartphone-Besitzer ihr gutes Stück mit nur zwei Fingern über Abgründe halten. Mehr Belege tollkühnen Verhaltens findet man auf Facebook, Youtube oder Instagram unter dem Hashtag #phonepinching.

Diese Aktionen sind zwar ungefährlich, können aber zum teuren Spaß werden. Generell raten wir Eltern, Kinder an den Kosten für das Smartphone zu beteiligen, um deutlich zu machen, wie wertvoll die Geräte sind, sie zu einem verantwortungsvollen Umgang zu animieren und zur Reflektion anzuregen, ob es wirklich das neueste Markengeräte sein muss. Gerade, wenn es auch mal lebensbedrohlichen Challenges ausgesetzt wird.

Spaß am Nervenkitzel

Viele Jugendliche verspüren die Lust am Nervenkitzel, den Drang etwas Aufregendes zu unternehmen, Grenzen zu überschreiten und sich entsprechend darzustellen. Groß ist natürlich auch die Schadenfreude, wenn solche Aktionen schief gehen und das Smartphone auf dem Boden oder im Wasser landet.

Eine entscheidende Rolle spielt der soziale Druck, wenn Heranwachsende persönlich und öffentlich in sozialen Medien zu solchen Mutproben aufgefordert werden. Ein Beispiel ist die Challenge „Neknominate“, ein fragwürdiges Facebook-Trinkspiel, das 2014 in sozialen Medien kursierte und dabie wie ein Kettenbrief funktionierte. Jemand trinkt ein Bier „auf ex“, stellt das Video online und nominiert über die Verlinkung drei weitere Personen. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt, muss einen Kasten Bier spendieren. Der Name leitet sich ab aus dem englischen Spruch „Nek your drink, nominate another“ („Exe dein Getränk und nominiere jemand anderen“).

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