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Neue AGB: WhatsApp teilt Daten mit Facebook und Instagram

WhatsApp gibt künftig Nutzerdaten an den Mutterkonzern Facebook weiter. Auch Instagram soll darauf zugreifen können. Nutzer können dem zumindest teilweise widersprechen.

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Wie WhatsApp in einem Blogeintrag mitteilt, wird der Dienst künftig die Telefonnummer des Nutzers sowie Informationen dazu, wie häufig WhatsApp genutzt wird, an Facebook weitergeben: "Indem deine Telefonnummer mit den Facebook-Systemen verbunden wird, kann Facebook dir besser Freunde vorschlagen und dir passendere Werbung anzeigen, falls du einen Account dort haben solltest."

Dies soll angeblich auch zum besseren Schutz vor Spam dienen, da mit der Telefonnummer Profile eindeutig einer bestimmten Person zugeordnet werden können: "Durch die Zusammenarbeit mit Facebook haben wir mehr Möglichkeiten, z. B. können wir grundlegende Kennzahlen über die Häufigkeit, mit der Benutzer unsere Dienste verwenden, verfolgen, und besser gegen Spam auf WhatsApp vorgehen."

Die Nummer soll jedoch nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben werden: "Nicht WhatsApp, nicht Facebook oder irgendjemand sonst. Wir werden deine WhatsApp-Nummer weder posten, noch mit anderen teilen - auch nicht auf Facebook."

Zudem erklärt WhatsApp, man habe "im Moment" nicht vor, sogenannte optionale Account-Informationen wie zum Beispiel Profilnamen, Profilfoto oder Statusmeldung mit Facebook zu teilen. Nachrichten und deren Inhalte sollen weiter durch die End-zu-End-Verschlüsselung vor dem Zugriff Dritter gesichert bleiben. "Auch wenn wir in den nächsten Monaten mehr mit Facebook zusammenarbeiten, werden deine verschlüsselten Nachrichten privat bleiben und niemand sonst kann sie lesen."

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Auch Instagram greift zu

Zum anderen soll auch Instagram WhatsApp-Daten nutzen können, um einem Nutzer Follower-Vorschläge zu machen. WhatsApp selbst soll aber werbefrei bleiben.

 

Nutzer können widersprechen

Wenn WhatsApp-Nutzer den neuen Nutzungsbedingungen zustimmen, können Sie laut FAQ ein Auswahlkästchen abwählen (Android) bzw. den Schieberegler umschalten (iOS), um Profilinformationen nicht mit Facebook zu teilen.  Nutzer, die den neuen AGB schon zu gestimmt haben, haben 30 Tage Zeit, dem im Nachhinein unter "Einstellungen" > "Account" > "Meine Account-Info teilen" zu widersprechen. Der Widerspruch gilt allerdings nur bezüglich der Nutzung der Daten für Werbezwecke auf Facebook. Die Telefonnummer und Basisdaten werden in jedem Fall mit Facebook geteilt.

Mindestalter auf 13 Jahre gesenkt

Mit den neuen AGB hat WhatsApp auch das Mindestalter von 16 auf 13 Jahren gesenkt. Mit folgender Einschränkung: "bzw. so alt, wie es in deinem Land erforderlich ist, damit du berechtigt bist, unsere Dienste ohne elterliche Zustimmung zu nutzen... Wenn du nicht alt genug bist, um in deinem Land berechtigt zu sein, unseren Bedingungen zuzustimmen, muss dein Elternteil oder Erziehungsberechtigter in deinem Namen unseren Bedingungen zustimmen." Die Altersangaben werden durch WhatsApp jedoch nicht geprüft.

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