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Neue Altersfreigaben für Android-Apps

Welche Apps sind kindgerecht? Ab sofort erleichtert Google Eltern die Entscheidung, indem es die Altersfreigaben der USK nutzt. Am besten darauf achten und sich selbst ein Bild machen.

© Andy Dean Photography / Shutterstock.com

Bunte Spiele-Apps mit Animationen, Geräuschen, Rätseln und Missionen faszinieren Kinder, zumal sie am Tablet oder Smartphone auch kinderleicht zu bedienen sind. Doch fragen sich viele Eltern, welche Angebote altersgerecht und empfehlenswert sind.

Neue Altersfreigabe erleichtert Auswahl

Eine erste Orientierung bieten die Alterskennzeichnungen im „App Store" von Apple und bei „Google Play", die auf eigenen Angaben der Hersteller basieren. Google nutzt ab sofort für alle neu erscheinenden Android Apps die Altersfreigaben der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Damit hat sich Google der International Age Rating Coalition (IARC) angeschlossen, einer globalen Klassifizierung für digitale Spiele und Apps.

Bislang war es für Eltern schwierig einzuschätzen, für welche Altersgruppe eine App aus dem Google Play-Store geeignet war und für welche nicht. Statt konkrete Altersangaben, wie etwa im Apple AppStore, fanden Nutzer ausschließlich die inhaltliche Klassifizierung in Stufe 1 (jeder), 2 (niedrig), 3 (mittel) und 4 (hoch) ohne aussagekräftige Erklärung, weshalb eine App der jeweiligen Stufe zugeordnet wurde. 

Apps selbst prüfen

Wir empfehlen, zusätzlich zu diesen Angaben, die App in jedem Fall selbst zu prüfen, bevor man diese herunterlädt. Dabei hilft ein Blick auf die Beschreibung, die Screenshots sowie die Bewertungen der anderen Nutzer. Gerade pädagogische Empfehlungsseiten und App-Besprechungen auf Fachportalen bieten gute und objektivere Anhaltspunkte zu Inhalt und Qualität. Welche Daten wie genutzt werden, lässt sich über die Datenschutzbestimmungen herausfinden und wird vor dem Download anzeigt. Falls die App In-App-Käufe enthält, ist dies ebenso vermerkt.

5 Kriterien für gute Kinder-Apps

„Gute Apps für Kinder sind einfach aufgebaut, wirken nicht überladen, sind werbefrei und haben einen Lerneffekt", so SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer.

1. Bedienung:
Wichtig ist eine einfache und selbsterklärende Navigation etwa über Symbole.
2. Gestaltung/Ton: Grafiken und Musik untermalen den Inhalt, ohne davon abzulenken.
3. Interaktivität: Die App bietet viele spielerische Elemente, die Neugier und Kreativität wecken.
4. Chats: Begleitende Chats sind moderiert oder verfügen zumindest über Meldemöglichkeiten.
5. In-App-Käufe/Werbung: Kinder-Apps sollten möglichst keine In-App-Käufe und keine Werbung enthalten. Zumindest sollten diese klar gekennzeichnet sein.

Installation Aufgabe der Eltern

Grundsätzlich ist die Installation von Apps bei Kindern bis zwölf Jahren Aufgabe der Eltern. Eltern können in den Shops die Apps nach den Alterskennzeichen filtern, bei der USK nach den Altersstufen 0-6-12-18. Zudem sollten Eltern Smartphone oder Tablet kindgerecht einrichten, indem sie Sicherheitseinstellungen aktivieren und Jugendschutz-Apps nutzen. Technischer Schutz ersetzt aber nicht eine aktive Begleitung durch die Eltern. Am besten spielen sie zusammen mit ihrem Kind und achten auf die Reaktion ihres Kindes oder sind in Sicht- und Hörweite.

Weitere Informationen

Eine Auswahl guter Kinder-Apps finden Eltern bei unseren App-Tipps sowie bei app-tipps.net, Handysektor, Stiftung Lesen sowie in den Datenbanken des Deutschen Jugendinstituts und der Uni Mainz. Weitere Empfehlungen zu Apps, E-Books und Games bieten die Kindersoftwarepreise "Giga Maus" und "TOMMI".

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