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Neue Geräte und Games erfordern gemeinsame Spielregeln

Neue Geräte und Games versprechen viel Spielspaß, erfordern aber auch einen kompetenten Umgang. SCHAU HIN! empfiehlt Eltern daher, ihre Kinder beim Spielen zu begleiten, auf den Datenschutz und altersgerechte Angebote zu achten sowie feste Zeiten für das digitale Spielen zu vereinbaren.

Auch in diesem Jahr präsentiert die Computer- und Videospielmesse gamescom neue Produkte. Das Leitthema „next generation of gaming“ verdeutlicht den Wandel in der Spieleindustrie: die neuen Konsolen sind wahre Alleskönner und bieten neben grafisch aufwendigen Games die Möglichkeit unterwegs und online gegeneinander zu spielen, zu chatten, neue Produkte zu erwerben sowie Filme zu sehen oder Musik zu hören. Smarte Spielgeräte erfordern neue Regeln, die Familien möglichst gemeinsam treffen. Daher ist es ratsam, dass sich Eltern noch vor dem Kauf mit den umfangreichen Funktionen vertraut machen und zusammen mit ihrem Kind die Konsole einrichten, insbesondere wenn übers Internet gespielt wird. Nehmen sich Eltern die Zeit, ihre Kinder von Beginn an beim Spielen zu begleiten, zeigen sie damit ihr Interesse, gewinnen einen Einblick in die Spielewelt der Kinder und fördern ihr Vertrauen.

Verantwortung spielend lernen

Mit klaren Regeln helfen Eltern ihren Kindern, einen verantwortungsvollen Umgang mit Computer-und Videospielen zu erlernen. Wichtig ist, gemeinsam zu vereinbaren, wie oft, wie lange und vor allem welche Games Kinder spielen dürfen. Während jüngere Kinder feste Zeiten pro Tag nutzen und keinen Zugang zu Bezahlsystemen erhalten sollen, können ältere Kinder ab zehn Jahren lernen,  sich ein bestimmtes Budget an Zeit und Geld selbst einzuteilen. Bei der Spielauswahl orientieren sich Eltern am besten an den Alterskennzeichnungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), an Spielempfehlungen von Ratgebern wie Spielbar oder Kindersoftwarepreisen wie TOMMI und GIGA MAUS oder nutzen Beratungsgespräche bei Fachstellen. Zudem sollten Eltern ihr Kind dafür sensibilisieren, dass es online keine persönlichen Daten preisgibt – etwa bei der Anmeldung auf Spieleportalen oder während der Kommunikation mit Spielpartnern.

Sicherheitseinstellungen aktivieren

Gerade bei Spielanfängern ist zu empfehlen, den Internetzugang bei den Konsolen zu begrenzen. Zudem ist es unbedingt ratsam, die Sicherheitseinstellungen der Hersteller zu nutzen. Bei der PlayStation lassen sich über das Menü Sicherungsstufen einstellen: von der Benutzung des Internet-Browsers bis hin zur Zulassung bestimmter Spielinhalte. Hilfreich ist die Möglichkeit, Minderjährigen ein angepasstes Online-Profil (OnlineID) zu erstellen. So können Eltern vorbeugen, dass ihre Kinder mit problematischen Inhalten oder Kontakten in Berührung kommen. Auch die Microsoft-Konsolen bieten Jugendschutzeinstellungen: So erkennt das Gerät automatisch, mit welcher USK-Altersfreigabe ein Spiel versehen ist, und gleicht sie mit der Altersgrenze ab, die von den Eltern in der Konsolen-Steuerung festgelegt wurde. Daneben können Eltern mit dem „Familien-Timer“ die Spielzeit ihrer Kinder festlegen. Beim Onlinenetzwerk „Xbox Live“ können Eltern festlegen, mit wem ihr Kind kommunizieren darf und ob fremde Nutzer dessen Freundeslisten einsehen können sowie verhindern dass es Werbung für Spiele sieht, die nicht seinem Alter entsprechen. Auch bei Nintendo-Konsolen können Eltern unter den Altersbeschränkungen per Passwort den Zugang auf Spiele beschränken, die laut USK für die Altersgruppe ihres Kindes freigegeben sind sowie die Online-Funktion teilweise oder ganz sperren.

Eltern finden konkrete Anleitungen in den Sicherheitseinstellungen für verschiedene Geräte und Systeme sowie bei der Initiative „Klicksafe“. Weitere Informationen bietet der Bereich „Games“ und der Ratgeber „Kindgerechter Umgang mit Games“. Eine Übersicht empfehlenswerter Spiele bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit der Broschüre „Spiel- und Lernsoftware pädagogisch beurteilt“.

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