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Neue Stars aus dem Internet – Fünf Tipps für Eltern

Ihren Vorbildern ganz nah sein: Das können Kinder und Jugendliche am 24. und 25. August auf den VideoDays in Köln. Schon zum zehnten Mal treffen hier Internet-Stars ihre jungen Fans – dabei sind die Größen von YouTube, Musical.ly und Instagram oft selbst noch Teenager.

© Fotolia/ Syda Productions
© Fotolia/ Syda Productions

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ hat fünf Tipps für Eltern und Erziehende rund um Vorbilder und Selbstinszenierung im Internet zusammengestellt.

  1. Informieren und Angebote prüfen: Für Eltern ist es wichtig zu verfolgen, welche Online-Stars und welche Plattformen bei ihrem Kind gerade angesagt sind. Nur so können sie einschätzen, ob sie dem Alter des Kindes angemessen sind. Dazu können Eltern und Kind die Inhalte auch mal gemeinsam ansehen und darüber im Gespräch bleiben – so fühlen Kinder sich gleichzeitig in ihren Interessen wahrgenommen.

  2. Vorsicht beim Hochladen: Besonders Plattformen wie Musical.ly und Instagram machen es leicht, Fotos oder Videos mit dem Smartphone hochzuladen. Am besten sprechen Eltern frühzeitig mit ihrem Kind über Selbstinszenierung und Privatsphäre im Internet, um sie für mögliche Risiken der Online-Präsenz zu sensibilisieren. Wenn möglich, sollten eigene Videos online erst einmal nur für Familie und Freunde sichtbar sein. Auf YouTube gibt es die Möglichkeit, Videos nur für bestimmte Personenkreise sichtbar zu machen, bei Instagram kann man die Sichtbarkeit der Fotos auf bekannte Kontakte beschränken.

  3. Mediale Rollenbilder besprechen: Heranwachsende sind in ihrem Selbstbild besonders in der (vor-)pubertären Zeit noch nicht gefestigt. Daher sind sie auf der Suche nach Vorbildern und Orientierungshilfen. SCHAU HIN! empfiehlt, die Inszenierungen der Internet-Stars offen zu besprechen. Meistens wissen junge Mediennutzer Bescheid über Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung, sind sich der Tragweite dieser in den sozialen Netzwerken jedoch nicht bewusst. Stärken Eltern das Selbstbewusstsein ihres Kindes, läuft es weniger Gefahr, unrealistischen Idealen nachzueifern.

  4. Auf versteckte Werbung hinweisen: Viele Internet-Stars sind so bekannt, dass sie mit ihren Inhalten Geld verdienen. Auf YouTube bekommen sie einen Teil der Werbeeinnahmen. Manche betreiben auch gezieltes Product Placement und empfehlen, von Unternehmen bezahlt, Produkte. Für Kinder und Jugendliche ist diese Form der Werbung oft schwer zu erkennen. Daher ist es wichtig, Kinder aufzuklären und zu kritischem Hinterfragen anzuregen.

  5. Inhalte melden: Nicht jugendfreie Angebote können dem Jugendschutzbeauftragten der Website oder Meldestellen wie jugendschutz.net gemeldet werden. Veröffentlicht das Kind eigene Inhalte, sollten ungewollte Kommentare im eigenen Profil gelöscht und belästigende Nutzer blockiert werden.

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