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Nicht jedes Urlaubsbild gehört ins Netz

Postkarten waren gestern – viele Kinder und Jugendliche posten ihre Erlebnisse aus dem Urlaub direkt in sozialen Netzwerken oder versenden sie über Messenger. Wir raten Eltern mit ihren Kindern über geeignete Motive und Kanäle zu sprechen.

Screenshot Facebook Justin Bieber
Screenshot Facebook Justin Bieber

Urlaubsbilder gibt es heutzutage in Echtzeit. Viele Jugendliche nehmen sich direkt am Strand oder Hotelpool über das Smartphone auf und teilen die Bilder über mobile Messenger oder soziale Netzwerke. Popstars wie Justin Bieber laden gern immer wieder freizügige Bilder hoch, um Aufmerksamkeit zu erregen. Für Kinder und Jugendliche ist das nicht zu empfehlen, da das unangenehme Folgen haben kann. Am besten achten Eltern darauf, welche Bilder ihr Kind mit wem teilt und gehen selbst mit gutem Beispiel voran.

Auf Risiken hinweisen

Jugendliche nutzen solche Selfies zur Beziehungspflege, um Botschaften zu senden und andere Freunde zu Hause an ihren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Zudem verspricht dies viele „Likes“ und „Follower“. Eltern können ihr Kind bestärken, nicht jeden Trend mitzumachen, und sich nicht unter Druck gesetzt zu fühlen, ständig zu posten und außergewöhnliche Aufnahmen zu bieten. Wichtiger ist es, den Moment zu genießen, gerade in Freizeit und Urlaub. Dabei weisen Eltern darauf hin, dass Bilder, sich kaum entfernen lassen, wenn sie einmal online sind. Andere können sie kopieren, herunterladen, bearbeiten und weiterverschicken.

Motive gut auswählen

Eltern besprechen lieber mit ihrem Kind, welche Fotos ins Netz können und welche nicht, etwa freizügige Bilder beim Baden oder gar Nacktaufnahmen. Eher bieten sich Fotos an, auf denen Personen nicht direkt zu erkennen ist, zum Beispiel mit Sonnenbrille und Hut oder Landschaften im Fokus stehen. Eine weitere Alternative sind durch Filter verfremdete Bilder. Generell gilt: Vor dem Posten zweimal überlegen, ob das Bild wirklich für die Öffentlichkeit bestimmt ist und ob es einem später unangenehm sein könnte.

Bildrechte anderer beachten

Oft sind auf den Schnappschüssen auch andere Personen zu erkennen, deren Rechte am eigenen Bild gewahrt werden müssen. Denn fehlt bei verschickten Bildern die Einwilligung der abgebildeten Person, bedeutet dies eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts und des „höchstpersönlichen Lebensbereichs“, wenn die Aufnahmen in privaten Räumlichkeiten erstellt wurden. Hierauf und auf damit möglicherweise verbundene rechtliche Konsequenzen sollten Eltern ihre Kinder hinweisen.

Daten schützen

Stellen Kinder ausgewählte Fotos in soziale Netzwerke, sind in der Beschreibung weder der vollständige Name, noch Adresse oder Telefonnummer zu nennen oder der Standort anzugeben. Dies geht nur engere Freunde etwas an, die darüber auch so Bescheid wissen. Ratsam ist auch, dass Eltern mit ihrem Kind Einstellungen zur Privatsphäre bei WhatsApp, Facebook, Instagram und anderen Diensten vornehmen und regelmäßig überprüfen, wenn sie diese nutzen. Hinweise für verschiedene Systeme und Geräte finden sie dazu hier. Weitere Tipps im Spezial zu Datenschutz.

Unangenehme Bilder melden

Kursieren eigene Bilder online, die einem unangenehm sind, können Eltern oder Jugendliche diese dem jeweiligen Betreiber des Angebots melden, Beschwerdestellen wie jugendschutz.net, internet-beschwerdestelle.de oder i-kiz.de nutzen und gegebenenfalls einen Anwalt zurate ziehen. Facebook bietet etwa eine entsprechende Möglichkeit, Instagram eine Hilfe-Seite für Eltern.

Bildrechte anderer beachten

Oft sind auf den Schnappschüssen auch andere Personen zu erkennen, deren Rechte am eigenen Bild gewahrt werden müssen. Denn fehlt bei verschickten Bildern die Einwilligung der abgebildeten Person, bedeutet dies eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts und des „höchstpersönlichen Lebensbereichs“, wenn die Aufnahmen in privaten Räumlichkeiten erstellt wurden. Hierauf und auf damit möglicherweise verbundene rechtliche Konsequenzen sollten Eltern ihre Kinder hinweisen.

Daten schützen

Stellen Kinder ausgewählte Fotos in soziale Netzwerke, sind in der Beschreibung weder der vollständige Name, noch Adresse oder Telefonnummer zu nennen oder der Standort anzugeben. Dies geht nur engere Freunde etwas an, die darüber auch so Bescheid wissen. Ratsam ist auch, dass Eltern mit ihrem Kind die Einstellungen bei WhatsApp, Facebook und anderen Diensten einstellen und regelmäßig überprüfen, wenn sie diese nutzen. Hinweise für verschiedene Systeme und Geräte finden sie dazu in den Sicherheitseinstellungen für mobile Geräte.

Unangenehme Bilder melden

Kursieren eigene Bilder online, die einem unangenehm sind, können Eltern oder Jugendlich diese dem jeweiligen Betreiber des Angebots melden, Beschwerdestellen wie jugendschutz.net, internet-beschwerdestelle.de oder i-kiz.de nutzen und bei schwereren Fällen auch der Polizei melden. Facebook bietet etwa eine entsprechende Möglichkeit, Instagram eine Hilfe-Seite für Eltern.

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