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Nintendo Switch kommt mit Kontroll-App für Eltern

Im März erscheint die neue Konsole Nintendo Switch. Über eine App entscheiden Eltern dabei, was und wie lange ihr Kind spielen darf.

©Nintendo
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Die vielleicht innovativste Neuerung der neuen Konsole von Nintendo, die am 3. März in die deutschen Läden kommt, ist weder ihre Grafik noch das Joypad, sondern eine App. Über das „Nintendo Switch Parental Control“ können Eltern das Spielverhalten ihrer Kinder kontrollieren und bei Bedarf die Konsole sogar abschalten.

Die App funktioniert im Grunde wie eine Fernbedienung, mit der man direkt auf die Konsole zugreifen kann. So ist es Eltern möglich, die tägliche Spieldauer im Vorhinein festzulegen und etwa am Wochenende dem Nachwuchs mehr Zeit fürs „Daddeln“ zu gewähren. Spielt das Kind mehr als vereinbart, erscheint eine Warnung. Eltern entscheiden dann, was sie als nächstes tun möchten: ignorieren, mehr Zeit erlauben oder die Konsole abschalten. Die App registriert auch, wieviel mehr das Kind an der Konsole verbringt als vereinbart wurde und zeigt das Spielverhalten des Kindes in einer übersichtlichen Grafik an.

Für Eltern transparent wird auch, welche Spiele auf der Konsole wann gespielt werden. So wird auf einen Blick sichtbar, ob das jeweilige Game für das Alter geeignet ist. Welche Spiele für Kinder angemessen sind, erfahren Sie hier.

Nicht möglich ist bislang allerdings, mehrere Profile für das Parental Control festzulegen. Eltern mit mehr als einem Kind müssen daher die Spieledauer für ihre jungen Gamer zusammenzählen und etwaige Streitereien über eine faire Spieleaufteilung in Kauf nehmen.

Wie die App funktioniert, zeigt Nintendo anhand eines witzigen Videos, indem der Spielehelden-Bösewicht Bowser dem Sohn Verhaltensregeln fürs Spielen beibringt. „Zu wissen, welche Spiele dein Kind mag, macht es einfacher für dich, mit ihm darüber zu sprechen“, heißt es darin.

Wie lange sollten Kinder spielen dürfen?

Doch wie lange sollten Kinder und Jugendliche pro Tag spielen dürfen? Als Richtschnur gilt: Kinder bis fünf Jahre sollten nicht länger als eine halbe Stunde, bis neun Jahre maximal eine Stunde spielen und können sich ab etwa zehn Jahren zunehmend selbstständig Ihre Medienzeit pro Woche einteilen. Weiter als Richtwert gilt hier ein Zeitbudget von neun Stunden – ob TV, Games oder Internet.
Weitere nützliche Tipps für Eltern von Gamern finden Sie hier.

Kontrolle und Regeln alleine helfen nicht immer. Je älter und neugieriger die Kinder werden, desto schwieriger wird es, allein mit der Sperrung des Internets oder des Accounts einen vollständigen Kinderschutz zu gewährleisten. Ab dem 12. Lebensjahr, also dem Eintritt in die Oberschule, sind die meisten Kids bereits auf dem Stand, Blockierungen und Filterungen aufzulösen oder zu umgehen. Hier hilft nur der rechtzeitige Einsatz von Gesprächen, klarer Kommunikation und ebenso gezielten Regeln notwendig.

Grundsätzlich ist zu raten, jedem Kind einen eigenen Account einzurichten, eine Art Kinder-Account mit begrenzten Möglichkeiten. So kann ein Tagespensum mit einer zuvor vereinbarten Nutzungsdauer festgelegt und je nach Betriebssystem eingestellt werden. Der Account der erwachsenen Familienmitglieder, also auch von älteren Geschwistern, sollte immer mit einem Passwort geschützt sein, um den Zugriff durch kleine Kinder zu vermeiden. Wie Kinderschutz auf digitalen Geräten wie Smartphones oder Tablets immer und überall gelingen kann, erfahren Sie hier.

 

 

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