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Onlinestudie: Jüngere weiter Vorreiter bei Internetnutzung

Vier von fünf Deutschen sind online, zwei von drei täglich. Doch nutzen vier von zehn "Onlinern" das Netz nur sehr begrenzt, 15 Prozent schätzen ihre Internetkenntnisse als "sehr gut" ein. Aber gerade die jüngeren Internetnutzer schauen immer öfter online Filme oder hören Musik. Das sind einige Ergebnisse der ARD-/ZDF-Onlinestudie 2014, die wir kurz zusammengefasst haben.

Vater mit Sohn vor Tablet
© goodluz / Fotolia

Der Anteil der Internetnutzer ist in Deutschland 2014 ist um 2 Prozent auf 79,1 Prozent angestiegen. Das Potenzial bei den jüngeren Altersgruppen ist weitgehend ausgeschöpft, künftiges Wachstum wird laut der Studie vornehmlich in der älteren Generation und durch die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte zu erwarten sein. 63 Prozent oder 44,5 Millionen Menschen surfen täglich.

Begrenzte Nutzung

Doch schöpfen viele die unzähligen Möglichkeiten bei weitem nicht aus: Vier von zehn Onlinern nutzen das Internet nur sehr limitiert und beschränken ihre Nachfrage auf wenige bekannte Anwendungen, um Informationen zu suchen und zu kommunizieren. Den Internetnutzern sind die Grenzen ihrer Netzkompetenz durchaus bewusst. Nur 15 Prozent schätzen ihre Internetkenntnisse als "sehr gut" ein, weitere 51 Prozent als "gut". Bei der jungen Altersgruppe der "Digital Natives" zwischen 14 und 29 Jahren bewertet jeder Vierte (26%) seine Internetkompetenz mit "sehr gut", bei Männer jeder Fünft (20 %).

Mobiles Netz sowie Audio- und Videoangebote im Internet immer beliebter

Die Hälfte der Online surft auch mobil. Die unter 30-Jährigen bevorzugen das Smartphone, während das Tablet besonders gerne von den 30- bis 49-Jährigen genutzt wird.

Zu den Angeboten mit besonderem Wachstum zählen Audio- und Videoangebote im Netz - insbesondere, aber nicht nur bei unter 30-Jährigen: Ob über Mediatheken, Videoportale, Vod- und Podcasts oder Streamingdienste. 45 Prozent der Onliner ab 14 Jahren sehen mindestens wöchentlich Bewegtbilder im Internet, bei den 14- bis 29-Jährigen 79 Prozent. 34 Prozent schauen Clips über Videoportale, 14 Prozent sehen zeitversetzt und 8 Prozent live im Internet fern, 9 Prozent nutzen Sendermediatheken und 6 Prozent Videopodcasts. Doch im Vergleich überwiegt noch bei weitem das klassische Fernsehen mit 94 zu 6 Prozent bzw. 202 zu 13 Minuten pro Tag. Bei den 14- bis 29-jährigen Männern sind es bereits 78 zu 22 Prozent.

Second Screen auf dem Vormarsch

Insgesamt nutzen 45 Prozent der Gesamtbevölkerung bzw. 57 Prozent der Onliner ab 14 Jahren zumindest selten parallel zum Fernsehen das Internet - oder sehen parallel zum Internet fern. Täglich tun dies gerade einmal 15 Prozent der Onliner. Das Fernsehen als Anlass für das Surfen nehmen zumindest selten 34 Prozent der Onliner, Jüngere zu 47 Prozent. Meist um etwas zum Thema der Sendung zu recherchieren oder sich darüber zu unterhalten. Seltener wird online mit Machern, Gästen oder Experten diskutiert oder zu einem Thema abgestimmt. Ebenfalls selten werden spezielle Zusatz-Apps der Sender zum Programm genutzt. Immerhin ein Drittel (29%) gibt an, Fernsehen und Internet heute häufiger parallel zu nutzen als noch vor zwei Jahren, bei den 14- bis 29-Jährige gut die Hälfte (48 %).

Weitere Informationen erhalten Interessierte auf www.ard-zdf-onlinestudie.de.

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