Ostergruß auf Facebook? Urheberrechte beachten!

Fotos des Lieblingsstars oder ein Bild als Ostergruß zu teilen, kann rechtliche Folgen haben. Wir raten Eltern, sich zu informieren, was ihr Kind im Netz teilen darf und es für Urheberrechte auf Facebook & Co. zu sensibilisieren.

GNU Free Documentation License Autor Gerbil www.commons.wikimedia.org/wiki/File:Hase_mit_Ostereiern_(1).jpg

Viele Jugendliche teilen Inhalte, ohne sich groß darüber Gedanken zu machen, dass damit Urheberrechte verbunden sind. Hierauf können Eltern hinweisen, um sich Ärger zu ersparen. Da sie unter Umständen für ihr minderjähriges Kind haften, ist es wichtig, dass sie sich über die Rechtslage informieren und mit ihm besprechen, was im Netz legal ist und was rechtliche Folgen haben kann. Auch Eltern selbst sollten Vorbild sein und auf Urheberrechte bei Posts achten.

Bei Bildern und Clips besonders aufpassen

Auch sollten Jugendliche Beiträge nicht direkt von Webseiten aus auf sozialen Netzwerken teilen. Denn sie wissen nicht, ob die Betreiber selbst die Lizenz für die Inhalte besitzen. Laut Informationen zum Urheberrecht von Facebook schreiben die Erklärung der Rechte und Pflichten und die Gemeinschaftsstandards vor, dass Nutzer nur Inhalte posten dürfen, die nicht die Rechte am geistigen Eigentum von Dritten verletzen. Eltern sollten ihrem Kind daher raten, Beiträge lieber über Links zu teilen, da man hier das Vorschaubild oder –video entfernen oder bearbeiten kann.

Auf Bilder und Videos ist eher zu verzichten, da die Urheber oft unbekannt sind. Wichtig ist auch, bei Videos darauf zu achten, dass keine urheberrechtlichen Inhalte wie Bilder oder Musik verwendet werden. Bei Facebook ist einzustellen, dass man Beiträge, auf denen man markiert ist, freischalten muss, bevor diese in der eigenen Chronik erscheinen.

Rechte anderer beachten

Eigene Bilder, Texte und Videos können verbreitet werden, es sei denn darauf sind andere Personen erkennbar. Dann müssen diese dem zustimmen. Wer gegen seinen Willen auf peinlichen Fotos zum Beispiel bei Facebook abgebildet ist, kann die Person, die das Bild geteilt hat, bitten, dieses zu entfernen oder das Bild beim Betreiber wie Facebook oder Instagram melden. Wichtig ist auch zu beachten, dass man bei diesen Diensten laut deren AGB die eigenen Rechte an den Bildern durch das Veröffentlichen abtritt.

Lizenzfreie Angebote nutzen

Bilder mit einer sogenannten Creative-Commons-Lizenz können hingegen unter Beachtung der jeweiligen Lizenzvoraussetzung (z.B. Namensnennung, Bearbeitungsrechte etc.) frei genutzt werden. Meist ist etwa die Weiterverbreitung für nicht-kommerzielle Zwecke unter Namensnennung erlaubt.

Hier gibt es Datenbanken mit lizenzfreien Bildern und Musik. Weitere Informationen finden Eltern bei klicksafe.de, irights.info, bpb.de und marktwaechter.de/digitalewelt.

5 Tipps für Urheberrechte in sozialen Netzwerken

1. Über Urheberrechte sprechen und selbst darauf achten.

2. Fremde Quellen und Urheber beim Teilen immer nennen, gerade bei (Bewegt)Bildern aufpassen.

3. Rechte anderer auch bei selbst produzierten Inhalten berücksichtigen.

4. Lizenzfreie Angebote nutzen.

5. Bei Abmahnungen an die Verbraucherzentrale oder einen Anwalt wenden.

Veröffentlicht am

Kommentare (1)