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Politik im Netz

LeFloid, einer der bekanntesten deutschen YouTuber, interviewt Bundeskanzlerin Angela Merkel und sammelt unter dem Hashtag #NetzFragtMerkel Fragen dazu. Gerade für Kinder und Jugendliche bieten sich online viele Möglichkeiten, sich über Politik zu informieren und mitzumischen.

Screenshot Youtube

Das Interview und die Aktion kündigte LeFloid standesgemäß in einem Video an: "Ja, Angela Merkel. Mit der will ich am Freitag ein bisschen schnacken, und zwar mit euren Fragen." Er freue sich extrem, wenn auch die Jüngeren ihren Fragen auf Instagram, Twitter oder YouTube unter #NetzFragtMerkel posten.

In den ersten Tagen sind schon viele Fragen zusammengekommen: zu einem einheitlichen Schulsystem, zur Ehe für alle, aber auch zum Medienverhalten der Bundeskanzlerin, etwa ob sie auch WhatsApp nutzt. Das Projekt ist Teil des Bürgerdialogs der Bundesregierung, innerhalb dessen Bürger ihre Vorstellungen von gutem Leben in Deutschland diskutieren können.

Nachrichtensprecher für junge Zuschauer

LeFloid heißt Florian Mundt mit bürgerlichem Namen ist eine Art Nachrichtensprecher der jungen, digitalen Zielgruppe. Wie für Youtuber üblich verzichtet der gebürtige Berliner auf ein aufwändiges Studio und produziert seine Beiträge im eigenen Zimmer. Immer montags und donnerstags präsentiert er die "LeNews". In seiner markanten schnellen Sprechart kommentiert er dabei das Weltgeschehen, von politischen und gesellschaftlichen Themen bis hin zu Skurrilem. Dabei regt er seine Zuschauer an, über Kommentare zu den Videos mitzudiskutieren. LeFloid hat er sich unter anderem an der Aktion "Youtuber gegen Hass" beteiligt, die unter #YouGeHa Stellung gegen Fremdenfeindlichkeit bezieht. 2014 erhielt er den Grimme Online Award.

Aktuell abonnieren 2,6 Millionen Nutzer seinen Youtube-Kanal, der insgesamt knapp 350 Millionen Mal aufgerufen wurde. Damit gehört LeFloid zu den beliebtesten Youtubern in Deutschland.

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Mit Jugendlichen über Communitys sprechen

Besonders Jugendliche informieren sich vorwiegend online über Nachrichten und das Weltgeschehen. Jugendliche, etwa auf Wikipedia, Spiegel Online, in den Mediatheken der TV-Sender oder Youtube. Sie engagieren sich auch im Netz, etwa indem sie Online-Petitionen etwa auf change.org oder avaaz.org unterschreiben, wie auch die Partizipationsstudie 2014 belegt.

Zudem tauschen sie sich in sozialen Netzwerken über aktuelle Ereignisse aus, nehmen anteil und beziehen Position. Doch in manchen Foren herrscht ein rauer Umgangston, sogenannte Trolle vergiften anonym mit unpassenden Kommentaren die Diskussion. Wichtig für Eltern ist, darauf zu achten, dass ihr Kind auch online einen toleranten Umgang pflegt und nicht von Communitys vereinnahmt oder mit unpassenden Inhalten wie Gewaltvideos konfrontiert wird. Am besten besprechen Eltern mit ihrem Kind dazu, wie es sich gegen Störer wehren und diese melden kann.

Partizipationsangebote im Netz sind vielfältig. So können Jugendliche auf jugendgerecht.de sich über Jugendpolitik und die Jugendstrategie der Bundesregierung „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" informieren und austauschen, einen Trailer anschauen und ein Onlinemagazin abonnieren. Bei hanisauland.de, der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren, findet man Informationen, Tipps, Unterhaltung und Mitmachangebote zu Politik und Weltgeschehen. Darunter Comics, ein Lexikon, mehrere "Spezials" zu Themen wie "Grundrechte", "Klimaschutz" oder "Fall der Mauer", ein Kalender sowie Spiele, Links und moderierte Chats.

Bei Kindern auf altersgerechte Informationen achten

Für Kinder empfehlen sich eigene Angebote wie Kindersuchmaschinen oder Informationsangebote für Kinder, die Hintergründe altersgerecht und ohne drastische Gewalt, etwa Bilder von Kriegen und Katastrophen, erklären. Empfehlenswert ist auch Klexikon, eine Art Wikipedia für Kinder. Am besten schauen sich Eltern mit ihren Kindern die Angebote an, um zu sehen, ob diese zu ihnen passen. Diese Checkliste hilft dabei. In der folgenden Bildstrecke haben wir passende Webseiten zusammengestellt, die Politik für Kinder erklären und zum Mitmachen einladen.

Websites zu Politik für Kinder

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