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Safer Internet Day 2017: So surfen Kinder sicher

Gerade für Surfanfänger empfehlen wir Eltern, technischen Schutz zu nutzen und gemeinsame Vereinbarungen zu treffen.

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Kinder können beim Surfen Spaß haben, sich austauschen und altersgerecht informieren, aber auch auf unpassende Inhalte wie Gewalt und Pornografie oder auf belästigende Personen treffen. Oft fragen sich Eltern, wie sie ihr Kind davor schützen können sowie welche technischen Hilfsmittel gut und welche Regeln geeignet sind für einen sicheren Weg durchs weltweite Netz.

Es ist wichtig, dass sich Eltern über technischen Schutz im Netz informieren, gerade Surfanfänger aktiv beim Surfen begleiten, auch bei erfahreneren Surfern im Gespräch dazu bleiben und gemeinsame Vereinbarungen treffen. Diese können schriftlich festgehalten werden, Vorlagen bietet surfen-ohne-risiko.net/netzregeln und mediennutzungsvertrag.de.

5 Surftipps für Familie

  • Safety first: Eigene Zugänge und Schutzsoftware nutzen.
  • Zeitlimits vereinbaren und einhalten.
  • Gute Angebote auswählen und gemeinsam erkunden.
  • Surferlebnisse mitteilen.
  • Daten schützen. Anmeldungen oder Downloads vorher besprechen.

Technischen Schutz an Bedürfnisse des Kindes anpassen

Jüngere und ältere Kinder brauchen unterschiedliche Bewegungsräume im Netz, die sich an ihrem Schutzbedürfnis und ihrem Interesse orientieren. Generell bietet es sich an, ein eigenes Benutzerkonto für das Kind im Betriebssystem einzurichten und bestimmte Kinderseiten wie „Meine Startseite“ in den Favoriten festzulegen oder als Startseite zu speichern.

Bei älteren Kindern ab zwölf Jahren ist eine Jugendschutzsoftware wie „JusProg“ oder die „Kinderschutz-Software“ der Deutschen Telekom ratsam, wenn sie altersgerecht eingestellt wird.

Wichtig ist auch, mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets abzusichern. Spezielle Kinder-Browser wie die App „Meine-Startseite“ beschränken das Surfen auf geprüfte Websites, Jugendschutz-Apps wie  die „Surfgarten App“, filtern ungeeignete Seiten und ermöglichen das Sperren einzelner Funktionen wie Internet oder Bluetooth.

Zudem kann man je nach Betriebssystem Sicherheitseinstellungen für Anroid, iPhone oder iPad, Windows oder Mac vornehmen und Funktionen einschränken oder unterbinden.

Zeitlimits vereinbaren und einhalten

Damit auch Zeit für Schule und Hobbys bleibt, Zeiten festlegen und auch einhalten. Etwa 10 Minuten je Lebensjahr pro Tag bei jüngeren Kindern bzw. 1 Stunde pro Woche bei älteren Kindern ab 10 Jahren sowie nur zwischen Hausaufgaben und Abendessen.

Gute Angebote auswählen und gemeinsam erkunden

Gut geeignet sind spezielle Kinderseiten und Kindersuchmaschinen, die intuitiv aufgebaut und werbefrei sind und mit denen Kinder spielend lernen können. Wichtig ist gerade bei Surfeinsteigern, dass Eltern sich Zeit nehmen, um die Angebote mit ihrem Kind zu nutzen. Anmeldungen und Downloads sind bei Kindern bis zwölf Jahren Elternsache.

Surferlebnisse mitteilen

So wie Eltern in der realen Welt die Interessen, Erlebnisse, Freunde und Treffpunkte ihres Kindes kennen, sollte das auch für jene im Netz gelten. Kinder wenden sich am besten gleich an die Eltern, wenn sie Fragen haben oder mit unpassenden Angeboten konfrontiert oder belästigt werden. Dann kann man beraten, wie man vorgeht, etwa Störer blockieren, Vorgänge dem Betreiber melden oder sich an Beschwerdestellen wie i-kiz.de oder jugendschutz.net wenden.

Daten schützen

Eltern vereinbaren mit ihrem Kind am besten auch, dass es Adresse, Handynummer, Chat-ID oder private Bilder niemandem preisgeben und nicht online veröffentlichen darf.

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