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SCHAU HIN!

SCHAU HIN! bekommt Verstärkung

Welche Medien, wie lange, ab welchem Alter? Medienerziehung wirft immer neue Fragen auf. Um allen Eltern- und Medienanfragen gerecht zu werden, unterstützt Iren Schulz als weiterer Mediencoach das SCHAU HIN!-Team.

Iren Schulz – SCHAU HIN!-Mediencoach
Iren Schulz – SCHAU HIN!-Mediencoach

Iren Schulz ist promovierte Kommunikationswissenschaftlerin und Medienpädagogin. Sie ist Dozentin an der Universität Erfurt und führt seit über zehn Jahren Projekte mit Eltern und Lehrenden zu Ressourcen und Risiken digitaler Medien und Medienkompetenzförderung. SCHAU HIN! wird sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und Elternberatung unterstützen. Mit SCHAU HIN!- Partner TV SPIELFILM hat sie bereits über Mediennutzung im Urlaub gesprochen:

Man kennt es noch aus der eigenen Kindheit: Lange Auto- oder Bahnfahrten können für Kinder und Eltern zur Qual werden. Da es heute Tablets und Smartphones gibt: Was spricht dagegen, sie ausnahmsweise für eine längere Zeit zu erlauben?

Zwei wichtige Argumente sprechen gegen die verlängerten Mediennutzungszeiten. Erstens weichen hart erkämpfte und etablierte Regeln wieder auf. Solche Ausnahmen werden von den Kindern meist zum Anlass genommen, um dann auch im Alltag das Smartphone oder Tablet öfter zu nutzen. Und zweitens sollte auch schon die Fahrt als Teil des Urlaubs verstanden werden, der gemeinsam verbracht wird, den Stress außen vor lässt und Entspannung bringen soll. Gemeinsame Rate- und Singspiele oder Reisegeschichten aus der Kindheit der Eltern bieten Anlass für die Beschäftigung miteinander und lassen die Zeit schneller vergehen und sorgen für glänzende Kinderaugen. Auf einer achtstündigen Autofahrt oder einem verspäteten Flug bieten natürlich auch Medien Abwechslung und sind erlaubt.

Was ist von Angeboten wie z. B. "Kinderwelt" im ICE zu halten?

Grundsätzlich sind die Angebote rund um die kleinen ICE's und ihre Abenteuer eine schöne Idee, die Zugfahrt kindgerecht zu gestalten. Vorsicht sollte man da walten lassen, wo man beispielsweise bei Gewinnspielen oder Wettbewerben aufgefordert ist, Name und Wohnort, Telefonnummer oder E-Mailadresse anzugeben. Bei Registrierung von Kindern unter 16 Jahren werden die Eltern oder Erziehungsberichtigen gefragt, ob ihre Einwilligung vorliegt. Versucht sich ein Kind unter 14 Jahren zu registrieren, werden die Eltern und Erziehungsberechtigten gebeten, die Registrierung vorzunehmen.

Urlaubsfotos posten bringt großen Spaß. Was muss man dabei beachten?

Fotos vom Strand, auf der Achterbahn oder am Lagerfeuer sind tolle Erinnerungen und ein Muss in jedem Urlaub. Beim Fotografieren sollte jeder einverstanden sein und am besten keine anderen (fremden) Personen mit im Bild stehen - die muss man dann nämlich eigentlich erst fragen, ob sie damit einverstanden sind. Noch wichtiger ist es, besonders sorgsam vorzugehen, wenn die Fotos in sozialen Medien veröffentlicht werden. Fotos von Kindern sollten nur sehr sparsam gepostet werden. Schließlich hat man keine Kontrolle darüber, was andere mit diesen Bildern anstellen. Kinder am Strand (in Badekleidung oder nackt) oder Partybilder mit zweifelhaften Posen gehören überhaupt nicht ins Netz!

Das komplette Interview der TV SPIELFILM mit Iren Schulz gibt es hier.

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