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Schulkinder brauchen Regeln fürs Handy

Viele Eltern stellen sich die Frage, ob ihr Kind ein Handy für unterwegs bekommen soll. Doch ein Mobiltelefon für die Schultasche sollte nicht unüberlegt angeschafft werden, empfiehlt SCHAU HIN!.

© iStock.com / Sadeugra

Wer seinem Kind ein Handy kauft, um es tagsüber erreichen zu können, sollte sich die Zeit nehmen, das Kind in diese oft noch unbekannte Welt zu begleiten. Denn den sicheren Umgang mit den Geräten müssen Kinder erst noch lernen. Sinnvoll ist ein eigenes Handy ab rund neun Jahren. Dann sind Kinder in der Lage, das Gerät zusammen mit den Eltern einzurichten, mit den Funktionen umzugehen und auch Absprachen über die Nutzung einhalten zu können. Es ist hilfreich, das Telefon von Kindern und Jugendlichen mit einer Prepaid-Karte auszustatten, damit sie ein Gefühl dafür bekommen, was die Handy-Aktivitäten kosten. Generell ist es ratsam, Premiumdienste wie Klingeltonabos oder teure SMS für Kinder über die "Drittanbietersperre" direkt beim Mobilfunkanbeiter sperren zu lassen. Einige Mobilfunkanbieter haben auch spezielle Jugendschutztarife, bei denen solche Dienste bereits vorab gesperrt sind.

Der Umgang mit dem Handy

Regeln der Schule beachten

Wichtig für Eltern und Kinder ist es zudem, die Gepflogenheiten der Schule im Umgang mit dem Mobiltelefon zu kennen und zu beachten. "Der Gebrauch von Handys ist ein wichtiges Thema für den Elternabend, denn die Schulen haben dafür feste Regeln. Die Nutzung während des Unterrichts ist aber ganz klar tabu. Das müssen die Kinder wissen", erklärt Langer weiter. Sie rät dazu, auch in den eigenen vier Wänden klare Regeln für den Umgang des Kindes mit dem Handy zu vereinbaren - etwa dass das Handy bei den Hausaufgaben und beim Essen ausgeschaltet bleibt. "Daran sollten sich Papa und Mama natürlich auch selbst halten", so Langer.

Das erste Handy - und gleich ein Smartphone?

"Bis zu einem Alter von zwölf Jahren sollten Kinder kein Smartphone besitzen, da Kinder in diesem Alter in der Regel die Reife besitzen, mit den vielen Funktionen verantwortlich umgehen zu können", meint Langer. Entscheiden sich Eltern dennoch für ein Smartphone als "Kinder-Handy", sollte zumindest am Anfang der Internet-Zugang auf dem Handy deaktiviert und die Bluetooth-Schnittstelle abgeschaltet werden. Über die mobile Internetnutzung und die damit verbundenen Möglichkeiten und Risiken sollten Eltern intensiv mit ihrem Kind sprechen. Wichtig ist, dass es lernt, seine persönlichen Daten zu schützen und etwa die Handynummer oder Adresse nicht Unbekannten im Chat anzuvertrauen, dies gilt auch für Fotos und Videos, die mit dem Handy gemacht werden. Gespräche über Handydaten sind ein sensibles Feld, da ein Smartphone für Kinder mit ihren Kontakten ein sehr persönliches Gerät ist.

Sicherheits-Apps

Um ihr Kind vor unpassenden Inhalten im Netz zu schützen, erhalten Eltern Unterstützung durch kostenlose Sicherheits-Apps. Die "fragFINN-App" (www.fragfinn.de) bieteT Kindern einen kindgerechten Surfraum geprüfter Webseiten.

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