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Second Screen: Mit dem Smartphone in die Castingshow?

Immer mehr Fernsehsendungen beziehen die Zuschauer direkt über interaktive Angebote ein. So auch die neue Castingshow "Rising Star", bei der Zuschauer per App abstimmen können. Dieser Trend ist auch bei Jugendlichen beliebt, die neben dem Fernseher auch ein Smartphone oder Tablet als "Second Screen" nutzen. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Kind für diese Form des Marketings zu sensibilisieren.

Talent vor Studioleinwand/Screen mit Fotos
Rising Star © RTL

Mobile internetfähige Geräte sind fast überall dabei, auch beim Fernsehen. Das machen sich auch immer mehr Programmverantwortliche zunutze, indem sie ihren Zuschauern gezielt ergänzende Dienste anbieten wie zusätzliche Informationen, Foren oder Abstimmungen. Damit wird der Zuschauer zur Jury und kann etwa bei der Castingshow "Rising Star" per App für seinen Favoriten abstimmen und damit in Echtzeit über den Ausgang der Sendung mitentscheiden. Falls die Zuschauer sich in der App mit einem Foto oder per Facebook registrieren, kann ihr Bild direkt auf einer LED-Wand im Studio erscheinen.

Interaktion als Marketingzweck

Gerade für Kinder und Jugendliche ist es reizvoll, sich über Smartphone oder Tablet mit anderen über das Fernsehprogramm auszutauschen und über Mitmachangebote das dieses mitzugestalten. Bei dieser neuen Entwicklung sind Eltern gefragt, darauf zu achten, was ihr Kind nutzt, und es zu einem kritischen Umgang anzuregen. Dabei können sie ins Gespräch bringen, dass es sinnvoll ist, sich auf ein Medium zu konzentrieren und dieses bewusst zu nutzen.

Am besten sprechen Eltern mit ihrem Kind über dieses Phänomen und machen ihm klar, dass es vor allem Marketingzwecken dient, um die Zuschauer an eine bestimmte Sendung oder gewisse Teilnehmer zu binden und dafür zu aktivieren. Dies wird besonders deutlich, wenn Zuschauer dazu animiert werden, ihr Foto hochzuladen, dass während der Sendung gezeigt wird. Viele Heranwachsende können es verlockend finden, ihr Bild im Fernsehen zu sehen. Allerdings können sie noch nicht unbedingt einschätzen, welche Folgen es haben kann, einem Millionenpublikum vorgeführt zu werden. Kritisch zu sehen ist auch, dass die begleitenden Chats oft nur mangelhaft moderiert und Nutzer sich dort meist selbst überlassen sind. Hierbei kann es schnell zu Streit oder Beleidigungen kommen.

Second Screen bei Jugendlichen immer beliebter

Laut JIM-Studie 2013 beschäftigt sich parallel zur Fernsehnutzung gut die Hälfte der befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren häufig mit dem Handy oder Smartphone, ein Drittel nutzt häufig Computer, Laptop oder Tablet-PC vor dem Fernseher. Jeder zweite Fernsehzuschauer geht häufig gleichzeitig ins Internet. Die Zweitgeräte nutzen sie meist zur Kommunikation (Mädchen: 94 %, Jungen: 89 %). Ein Fünftel nutzt das Internet zumindest gelegentlich, um nach Informationen über die gerade gesehene Fernsehsendung zu suchen, weitere 28 Prozent nutzen diese Möglichkeit selten. Fernsehsendungen sind für jeden vierten Jugendlcihen zumindest gelegentlich Anlass für Kommunikation mit Dritten. Erweitert man die Sicht um die seltenen Nutzer, dann bieten Fernsehinhalte für mehr als die Hälfte Kommunikationsstoff.

Wir bieten Flyer zum Download und Wissenswertes zum kindgerechten Umgang mit Internet und TV und ein Extrathema zu Werbung.

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