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Smombie war gestern: Die Nominierten zum Jugendwort 2016

© loreanto / Fotolia

Gerade hat man gelernt, dass Jugendliche, die ununterbrochen auf ihr Smartphone starren, „Smombies“ heißen: Das Jugendwort von 2015, eine Mischung aus Zombie und Smartphone. Das ist mittlerweile Schnee von gestern, denn der Langenscheidt Verlag hat schon zur Wahl des diesjährigen Jugendwortes aufgerufen. Unter 30 Begriffen kann bis zum 31. Oktober für das Jugendwort 2016 abgestimmt werden.

Im 21. Jahrhundert ist es nahezu unausweichlich, dass viele dieser Begriffe etwas mit der aktuellen Mediennutzung zu tun haben. SCHAU HIN! hat für Sie 10 Anwärter auf den Titel "Jugendwort des Jahres 2016" genau unter die Lupe genommen.

  • Analog Spam: Mit diesem Ausdruck ist ein Werbebrief per Post gemeint, also Spam in haptischer Form im eigenen Briefkasten statt im Mailordner auf dem Computer.
  • Vollpfostenantenne: Der Subtext hierzu suggeriert, dass man mit diesem Gadget nicht sehr cool aussieht. Gemeint ist der Selfie-Stick.
  • Banalverkehr ist ein Synonym für einen belanglosen Chatverlauf.
  • Googleschreiber: Kommt es Ihnen bekannt vor, eine URL bei Google einzugeben? Ja? Dann gehören Sie zur Kategorie der Googleschreiber. Gemeint ist jemand, der die Adresse der Website im Suchkästchen von Google „googelt“, statt sie direkt im richtigen Fenster einzugeben.
  • Internetausdrucker: „Papa warum druckst du das Internet aus?“ – Das gesamte Internet auszudrucken klingt erstmal unmöglich. Gemeint ist damit auch nur jemand, der Websites ausdruckt.
  • Mailden: Mailden ist eine Kombination aus den Verben mailen und melden. Es bedeutet, jemanden per Mail zu melden.
  • Interneteier: Man kann viel im Internet bestellen, bestimmt auch Eier. Dieser Ausdruck ist allerdings eine Anspielung auf die Formulierung „Eier haben“ - mutig sein, aber auch negativer konnotiert: sich trauen aufzumucken oder sogar ein bisschen rumzupöbeln. Jemand der Interneteier hat traut sich nur aufgrund der Anonymität im Internet rumzupöbeln. Diese scheinbare Anonymität kann allerdings negativ in Cybermobbing ausarten.
  • Swagphone: Wenn etwas Swag hat, dann ist es cool. Ein Swagphone ist ein cooles Smartphone, mit dem man angeben kann.
  • Tweef: Der Ausdruck stellt eine Kombination aus dem sozialen Netzwerken Twitter und Beef dar. Mit Beef ist hier kein Rindfleisch gemeint, sondern die aus dem Hip-Hop-Jargon stammende Bedeutung von Beef, mit jemandem Stress oder Streit haben. Tweef ist also ein fieser Streit auf Twitter.

Nachtrag: Das Jugendwort des Jahres 2016 lautet „Fly sein“. Langenscheidt zufolge benutzen Jugendliche den Ausdruck, um mitzuteilen, das etwas „besonders abgeht“.

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