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Snapchat: App schließt sich Verhaltenskodex gegen Hass im Netz an

Mit Snapchat lassen sich kinderleicht Bilder und kleine Videos verschicken – aber leider auch gefährliche und jugendgefährdende Hassbotschaften. Daher gab das US-amerikanische Unternehmen nun bekannt, sich dem EU-Verhaltenskodex gegen Hass und Propaganda im Internet anzuschließen.

Snapchat auf Smartphone
© Pexels

Bereits Anfang Mai kündigte Snapchats größter Konkurrent Instagram an, in Zukunft mit neuen Filterfunktionen stärker gegen hetzerische und menschenverachtende Inhalte vorgehen zu wollen. Instagrams Mutterkonzern Facebook und andere Tech-Giganten hatten schon 2016 den freiwilligen Verhaltenskodex zusammen mit der Europäischen Kommission vereinbart.

Nun zieht auch die Foto-App Snapchat nach und verpflichtet sich den Verhaltensregeln gegen Hassbotschaften und Terrorpropaganda im Netz. Dieser Verhaltenskodex zum Kampf "gegen illegale Online-Hassbotschaften" sieht beispielsweise eine relativ kurze Löschfrist von einer Stunde für gemeldete Inhalte, die als Terrorpropaganda eingestuft werden, vor.

Eu-Kommission prüft Wirkung der Anti-Hate-Regelung

Bisher verzichtet die EU-Kommission hierbei auf verpflichtende Maßnahmen und setzt auf die freiwillige Einhaltung der Vorgaben durch die Tech-Konzerne. Aktuelle Studien der EU-Kommission belegen, dass die Selbstverpflichtung bisher jedoch Wirkung zeigt. So seien in der Vergangenheit bereits ca. 70 Prozent der in den europäischen Staaten als Hetze oder Terrorpropaganda eingestuften Inhalte durch Facebook und Co. entfernt worden - der Großteil davon binnen 24 Stunden. In Deutschland seien es sogar 100 Prozent.

Einen Themenschwerpunkt "Hate Speech im Internet" finden Sie hier. Und weitere Informationen zum Thema Snapchat finden Sie in unserem Bereich "Informieren".

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