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Cybermobbing: Ratgeber und App helfen

Laut einer internationalen Studie hat fast jeder Fünfte Cybermobbing im Netz selbst erlebt - jeder Dritte kennt einen Betroffenen im Freundes- und Familienkreis. Ein Kampagne und ein Ratgeber klären auf, eine Erste-Hilfe-App bietet praktische Tutorials für Jugendliche.

Fiese Kommentare über Facebook, verletzende Selfies über Whatsapp oder herablassende Posts auf Twitter - das ist für viele Jugendliche bitterer Alltag. Unter den Befragten in Deutschland stellte sich heraus, dass fast jeder Fünfte Cybermobbing im Netz selbst erlebt hat - jeder Dritte hatte ein Opfer in seinem engen Freundes- und Familienkreis. Zusätzlich finden mehr als die Hälfte (51%) aller Jugendlichen Mobbing im Netz schlimmer als im realen Leben - und sogar schlimmer als den Konsum illegaler Drogen.

Mobbing hat oft gravierende Folgen

Das Mobbing im Netz hat bei den Betroffen zum Teil schwerwiegende Folgen: 49% der Betroffenen wussten nicht, was sie tun sollten, 43% zeigten sich depressiv, 18% hatten sogar Suizidgedanken. Und es bleibt nicht nur bei negativen Gefühlen: Etwa ein Drittel der Gemobbten mied danach soziale Aktivitäten (31%) oder schwänzte die Schule (26%), 16% meldeten sich von sozialen Netzwerken ab. Ein Fünftel reagierte mit Selbstverletzung - ein bekanntes Muster bei Demütigung und Zurückweisung. Die Ergebnisse im internationalen Vergleich fallen ähnlich aus. Die Ergebnisse folgen aus einer Umfrage von Vodafone mit YouGov in 11 Ländern mit rund 5.000 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren.

SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer: "Bei Cybermobbing handelt es sich um ernstzunehmende Attacken, die oft auch seelische Verletzungen verursachen und strafbar sind. Es ist wichtig, dass Eltern sich darüber informieren, aufmerksam sind und ihr Kind dafür sensibilisieren, welche Folgen Mobbing haben kann. Dabei helfen Verhaltensregeln im Netz sowie eine gemeinsame Haltung gegen Mobbing in der Familie und an der Schule." Weitere Tipps und Studien finden Interessierte im Extrathema Cybermobbing.

Vodafone bietet Emojis und Ratgeber

Vodafone setzt mit der internationalen Kampagne "#BeStrong Online" gegen Mobbing im Netz ein Zeichen. Denn, ob Betroffene oder Beobachtende - Jugendliche sind bei Mobbing oft sprachlos und wissen nicht, was sie tun sollen. Auf die Frage, ob Emojis den Jugendlichen helfen könnten, stimmte fast die Hälfte der Befragten zu. Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit Experten Emojis entwickelt, die Unterstützung und Mitgefühl vermitteln. Diese wurden von den befragten Teenagern ausgewählt.

Weitere Informationen und den Ratgeber "Stark sein im Internet" finden Eltern hier.

Erste Hilfe-App von Klicksafe

Die EU-Initiative klicksafe bietet zudem mit einer von Jugendlichen für Jugendliche entwickelten Erste-Hilfe App kompetente und schnelle Unterstützung. In kurzen Videoclips geben Jugendliche hier Betroffenen konkrete Verhaltenstipps, sprechen ihnen Mut zu und begleiten sie bei ihren ersten Schritten, gegen Cybermobbing vorzugehen. Neben rechtlichen Hintergrundinformationen und Links zu Beratungsstellen finden Jugendliche auch Tutorials zum Melden, Blockieren oder Löschen von beleidigenden Kommentaren auf Social-Media-Plattformen.

Die App ist als Android-Version verfügbar.

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