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So sehen Jugendliche die digitale Zukunft

Bald fotografieren wir mit unseren Kontaktlinsen, telefonieren mit Hologrammen und sind total vernetzt – achten aber dennoch auf unsere Daten. So denken Jugendliche laut einer Telekom-Studie über die Kommunikation von morgen.

Getty Images
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Sie sind mit dem Internet aufgewachsen und betrachten Facebook und WhatsApp als selbstverständlich. In Zukunft sieht die Generation der so genannten Digital Natives die Welt noch enger miteinander vernetzt – gleichzeitig legen die Jugendlichen viel Wert auf Privatsphäre und den Schutz der eigenen Daten.

Das sagt eine nicht-repräsentative Studie der Telekom über die Wünsche und Erwartungen deutscher und internationaler Kinder und Jugendlichen über die Kommunikation in der Zukunft. Das Telekommunikationsunternehmen befragte dazu 370 Jugendliche und Kinder im Alter zwischen 10 und 17 Jahren in Stockholm, Amsterdam, Frankfurt, Seoul und Singapur.

Mein Freund, der Roboter

  • Ein großes Thema unter den Jugendlichen sind Roboter. Drei von vier Befragten glauben, dass sie in Zukunft einen Roboter als Assistenten besitzen werden. In Deutschland glauben das sogar 87 Prozent der Jugendlichen. 78 Prozent halten es für realistisch, dass uns Drohnen alles besorgen. „Ich wünsche mir am meisten einen Roboter, weil man dann nicht mehr alles selbst machen muss“, wird ein Jugendlicher in der Untersuchung zitiert.

  • 78 Prozent der Digital Natives weltweit gehen davon aus, dass sie in Zukunft mit Hologrammen in 3D sprechen, statt beispielsweise zu telefonieren. Das ist auch einer der technologischen Fortschritte, die sich die Jugendlichen am meisten wünschen – und in die sie investieren würden.

  • Auch die virtuelle Realität spielen in der Zukunft eine Rolle. Diese Technoligie werde sich rasant verbreiten, sobald sie weiter fortgeschritten ist und die Geräte günstiger werden. 74 Prozent meinen, dass sie bald Filme auf ihren Brillen gucken können. Jeder Zweite hält es für möglich, in einigen Jahren ein Konzert aus der Perspektive des Sängers erleben zu können.

  • Die Jugendlichen glauben auch an die totale Vernetzung. 76 Prozent gehen etwa davon aus, dass sie in der Zukunft mit ihren Kontaktlinsen Bilder knipsen können. 60 Prozent halten vernetzte Kleidung im Bereich des Möglichen.

  • Durch diese Veränderungen wird auch die Umgebung intelligenter. So denkt gut jeder Zweite (56 Prozent), dass alle Geräte mit uns reden werden.

  • Gibt es bald noch Passwörter? Eher nicht, glaubt man den Befragten. Sie halten es für denkbar, dass Biometrik – also beispielsweise Fingerabdrücke – das klassische Passwort ablösen.

Wie wichtig ist die Privatsphäre?

Trotz einer weitreichenden Vernetzung und Digitalisierung des Alltags sehen die Autoren auch ein stärkeres Bewusstsein für Transparenz und der Wahrung eigener Privatsphäre: „71 Prozent der Digital Natives weltweit gehen davon aus, dass sie in Zukunft auf einen Blick sehen können, wer welche Daten von ihnen gespeichert hat“, so die Studie.

Die Sorge der Kinder und Jugendliche über den Schutz der eigenen Daten ist diskutierbar. Größere und repräsentative Studien gehen bislang davon aus, dass viele Jugendliche sich wenig Gedanken machen, wer etwa auf ihre Fotos und Texte zugreifen kann oder wie sie sich vor Datenklau schützen können.

So geht die JIM Studie 2015 davon aus, dass mehr als der Hälfte der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren bereits heute sicher mit ihren Daten umgehen. Dass Sicherheit im Netz auch unter Jugendlichen zunehmend ein Thema wird, bestätigen aber auch andere Ergebnisse. Jugendliche wünschen sich dem Act On Report 2015 zufolge mehr Unterstützung im Umgang mit dem Persönlichkeitsschutz. Ihnen falle es schwer, die unterschiedlichen Aspekte dieses Themas auseinander zu halten.

Wie Sie Ihr Kind für mehr Datenschutz sensibilisieren können, erfahren Sie hier.

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