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Spam aufs Handy: Das können Eltern tun

Immer wieder kursieren Kettenbriefe über Messenger wie WhatsApp. Am besten vereinbaren Eltern mit ihrem Kind, diese nicht weiterzuleiten und auf keine Links zu klicken und treffen Schutzmaßnahmen.

© tarajane / Fotolia
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Immer wieder erhalten Kindern und Jugendlichen Kettenbriefe, die mit Problemen oder gar dem Tod drohen, sollten diese nicht weitergeleitet werden. Oder sie enthalten Links zu ungeeigneten Inhalten oder kostenpflichtigen Angeboten.

Über Kettenbriefe und Spam aufklären

Hilfreich ist ein klärendes Gespräch zwischen Eltern und Kind, um ihnen die Hintergründe dieser Kettenbriefe zu erklären und die Angst zu nehmen. Damit vermitteln Eltern ihrem Kind, dass ein Nicht-Verbreiten keine negativen Folgen hat. Im Gegenteil: Wer die Kette durchbricht, trägt dazu bei, dass solche Nachrichten nicht weiter zirkulieren und andere Personen vor unerwünschten Nachrichten bewahrt werden, die für Unwohlsein, Angst und Unsicherheit sorgen können.

Oft erhalten Nutzer auch betrügerische Nachrichten, die auf angeblich neue Funktionen der App hinweisen und zum Anklicken eines Links einladen. Wer diesen Link anklickt, findet auf seiner nächsten Telefonrechnung ein Abo bei einem Drittanbieter. Der Drittanbieter unterstellt, dass mit dem Anklicken des Links ein Abo-Vertrag geschlossen wurde und macht seine Forderung über die Mobilfunkrechnung geltend. Davor warnen auch Verbraucherschützer.

Kosten widersprechen

Dagegen können Eltern sowohl bei ihrem Mobilfunkanbieter als auch beim Drittanbieter widersprechen und sich weigern den Betrag zu zahlen. Wird die Rechnung im Lastschriftverfahren eingezogen, kann man das Geld bei seiner Bank binnen acht Wochen zurückbuchen lassen und den entsprechend gekürzten Betrag an den Anbieter überweisen.

Drittanbieter sperren

Um sich künftig zu schützen, können Verbraucher eine Drittanbietersperre einrichten lassen. Dazu reicht ein formloser Antrag beim Mobilfunkanbieter. Die Einrichtung der Sperre ist kostenlos und die Anbieter sind dazu gesetzlich verpflichtet. Auf Nachfrage ermöglichen manche Anbieter auch eine Teilsperre für bestimmte Nummern oder Dienste. Die Sperre verhindert, dass die Mobilfunknummer des Smartphones an den Drittanbieter übertragen wird, so dass dieser keine Möglichkeit hat, Forderungen zu erheben.

Inhalte melden

Es ist hilfreich von diesen Nachrichten Screenshots zu machen und diese abzuspeichern, um sie den Anbietern oder Jugendschutzportalen wie jugendschutz.net oder i-KiZ.de zu melden.

Vertrauen aufbauen

Generell sollten Eltern mit ihrem Kind über die Risiken des mobilen Internets sprechen. Es ist wichtig, dass Eltern mit ihrem Kind vereinbaren, nur solche Inhalte zu verschicken, die jeder lesen oder sehen darf. Privates oder Kontaktdetails gehören nicht in Messenger. Hilfreich ist ein Gespräch, um zu erklären, wie sensibel persönliche Daten sind und wie schnell sie in falsche Hände gelangen können. Wichtig ist, die nötige Vertrauensbasis aufzubauen, und Kinder aufzufordern, sich mitzuteilen wenn sie 'komische' Nachrichten erhält. Verbote helfen da wenig.

Geräte schützen

Eltern können aber auch mit technischen Schutzmaßnahmen ihr Kind dabei unterstützen, sich vor ungeeigneten Inhalten zu schützen. Hierzu ist es unbedingt empfehlenswert die Sicherheitseinstellungen am Gerät zu aktivieren und eine Jugendschutz-App zu installieren. Wichtig aber: Diese technischen Hilfsmittel ersetzen nicht eine aufmerksame Medienerziehung durch die Eltern. Tipps zum Umgang mit WhatsApp und Anleitungen zu Sicherheitseinstellungen erhalten Eltern bei "Mobile Geräte".

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