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Spiele-Apps im Test: Kinder- und Datenschutz kommen oft zu kurz

Stiftung Warentest und jugendschutz.net haben beliebte Smartphone-Spiele für Kinder unter die Lupe genommen und kommen zu einem ernüchternden Ergebnis. Das Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für Jugendschutz im Internet hatte seine Untersuchung Ende Juni veröffentlicht.

© SCHAU HIN!
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Laut KIM-Studie 2016 spielen über die Hälfte der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren wöchentlich oder sogar täglich Spiele-Apps auf dem Smartphone. Damit sind sie oft unbewusst Risiken ausgesetzt, denn die meisten dieser Anwendungen haben Mängel beim Kinder- und Datenschutz.

In der gemeinsamen Untersuchung von jugendschutz.net und Stiftung Warentest war keines der 50 untersuchten Smartphone-Spiele unbedenklich – obwohl sie zu den beliebtesten und umsatzstärksten Apps zählen, die für Kinder freigegeben sind. Die Spiele-Apps schützen unter anderem zu wenig vor Mobbing oder vermischen Spielinhalt und Werbung ohne klare Kennzeichnung. Außerdem haben sich vermeintlich kostenlose Apps als Geldfallen entpuppt, da sie zu Käufen verleiten, um den Spielfortschritt zu beschleunigen. Auch in Sachen Datenschutz waren die meisten Spiele-Apps nicht gut aufgestellt: Viele Betreiber sammeln die Daten der Spieler und leiten diese weiter. Fast die Hälfte der untersuchten Apps belohnt sogar eine Anmeldung über den Facebook-Account des Nutzers, wodurch noch größere Datenmengen über den Spieler gesammelt werden können.

Klare Orientierungshilfen für Eltern sind notwendig, um eine kindgerechte Kommunikation zu gewährleisten. Dafür brauchen sie zuverlässige und übersichtliche Angaben zu Inhalten, Kommunikation, Kosten und Datenströmen, um den Nachwuchs gezielt für die Risiken zu sensibilisieren und gegebenenfalls altersgerechte und sichere Alternativen anzubieten.

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