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Sport auf Sendung – Was Kinder gucken

Vor den beiden sportlichen Großereignissen Fußball-EM und Olympische Sommerspiele hat FLIMMO 6- bis 13-Jährige zum Thema „Sport und Medienkonsum“ interviewt.

© drubig-photo / Fotolia

Sport als Gemeinschaftserlebnis

Bei der Befragung von 63 Mädchen und Jungen zeigt sich: Die Sportbegeisterung ist groß - egal real betrieben oder in den Medien verfolgt. Die soziale Interaktion, das Mitredenkönnen und das emotionale Mitfiebern machen dabei für die Mädchen und Jungen den Reiz aus. Fußball-Events werden von ihnen mit Abstand am liebsten gesehen. Auch Kinder, die sonst wenig Interesse an Sport in den Medien zei-gen, sind bei Spielen der Fußball-WM oder -EM voll dabei. Besonders wichtig ist den Befragten bei solchen Großereignissen das Gemeinschaftserlebnis. Kinder schauen gern Sport zum Mitfiebern sowie um sich von Teamwork und Technik inspirieren zu lassen. Fouls und Ungerechtigkeiten, bittere Niederlagen und Langeweile, etwa bis zum ersten Tor, sind genannte Störfaktoren.

Mitfiebern mit Sportidolen

Zwei Drittel der befragten Mädchen und Jungen gaben an, dass es eine Sportlerin oder einen Sportler gibt, die oder den sie besonders mögen. Unter den Sportidolen finden sich vor allem Fußballer wie Manuel Neuer, Lionel Messi, Mario Götze, Robert Lewandowski, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Douglas Costa, Marco Reus und Cristiano Ronaldo. Bei ihren Idolen achten die Kinder nicht nur auf die sportlichen Fähigkeiten, sondern auch auf die charakterlichen Eigenschaften. Besonders beeindrucken Charisma und der Wille zum Erfolg. Doch es gibt auch Kritik, wenn Leistung oder Teamgeist zu wünschen übrig lassen, Sportler eingebildet wirken oder sich aggressiv verhalten.

Fußball klar im Fokus bei Sport im TV

Sport im Fernsehen oder in anderen Medien ist Kindern auch als Motivationshilfe, Informationsquelle und Anregung für die eigenen sportlichen Aktivitäten wichtig. Der überwiegende Großteil der Mädchen und Jungen schaut regelmäßig Sportsendungen im Fernsehen, vor allem Sportübertragungen, allen voran Fußball, darunter Bundesliga, Champions League oder Länderspiele wie zur Europa- oder Weltmeisterschaft, aber auch Boxkämpfe und Autorennen. Im Sendungsrepertoire der Kinder finden sich auch fiktionale Angebote mit Sportbezug wie die Trickserie "Die wilden Kerle" oder die Tanzserie "Dance Academy", aber auch Unterhaltungssendungen wie die Tanzshows "Got to Dance" und "Let’s Dance".

Knapp die Hälfte der Befragten schaut ihren Favoriten jede Woche an bzw. so oft das Angebot im TV kommt. Die andere Hälfte gibt an, ihre Auswahl ab und zu anzuschauen. Wurden Spiele wegen der Zeitverschiebung spät übertragen, mussten manche Kinder darauf verzichten. Ausnahmen gibt es etwa beim Finale der Fußball-WM und Deutschlandspielen.

Meist sehen die Kinder die Sendung mit Vater und/oder Mutter oder den Geschwistern. Die meisten schauen gern zusammen, weil es mehr Spaß macht, das gemeinsame Erlebnis durch den Austausch intensiviert wird und man zusammen auch Frustsituationen besser bewältigen kann. Zudem kann man sich über Spielverläufe austauschen oder langweilige Phasen und Werbepausen überbrücken.

Sport bei Games

Zwei Drittel der Befragten geben an, auch digitale Sportspiele zu spielen. Unter den Spielenden finden sich etwas mehr Jungen als Mädchen. Gespielt wird vor allem auf Konsolen wie Wii, Playstation und Nintendo aber auch auf Tablet und Smartphone. Unter den Lieblingsgames befinden sich vor allem Fußballspiele (verschiedene FIFA-Versionen, Football Academy oder Pass 2015) sowie unterschiedliche Sportdisziplinen für die Wii (von Tanz über Wintersport bis Tennis, Bowling, Basketball) vorne. Mit großem Abstand folgen Auto- oder Motorradrennspiele (Asphalt 8, Need for Speed). Gespielt wird alleine, aber auch mit Freunden, dann vor allem im Multiplayer-Modus.

Weitere Ergebnisse auf www.flimmo.tv/kinderbefragung.

Die aktuelle Flimmo-Broschüre zum Thema "Sport auf Sendung" hier zum Download.

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