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Studie: Games in Maßen guter Ausgleich

Eine britische Studie zeigt: Jugendliche, die bis zu einer Stunde pro Tag Games zocken, sind ausgeglichener als jene, die gar nicht spielen. Dabei kommt es auf das richtige Maß an: Kinder, die mehr als drei Stunden mit der Spielekonsole verbringen, sind weniger zufrieden. Entscheidend sind aber soziale Faktoren.

Jungen an der Konsole
© Lisa F. Young / iStock
Jungen an der Konsole
© Lisa F. Young / iStock

Kinder, die weniger als ein Drittel ihrer Freizeit mit Daddeln verbringen, sind sozial kompetenter, haben weniger Probleme mit ihren Freunden und Mitschülern und sind seltener hyperaktiv im Vergleich zu Nicht- und Zuviel-Spielenden. Das zeigt eine Studie der "Oxford University". Dazu befragten Forscher fast 5000 Mädchen und Jungen zwischen zehn und 15 Jahren aus Großbritannien zu ihrem Spielekonsum sowie ihrer Geselligkeit und Zufriedenheit. Den Forschern zufolge könnte es daran liegen, dass Videospiele etwa im Vergleich zu anderen Freizeitbeschäftigungen wie Fernsehen interaktiver sei.

Richtiges Maß entscheidend

Drei Viertel der britischen Kinder beschäftigen sich täglich mit elektronischen Spielen. Doch die Jugendlichen, die angeben, täglich vor der Konsole zu sitzen und mehrheitlich zufrieden und ausgeglichen seien, machen nur rund ein Drittel der befragten Jungen und Mädchen aus. Diejenigen, die eine bis drei Stunden täglich spielen, zeigten weder positive noch negative Ergebnisse. Zehn bis 15 Prozent der Kinder gaben an, mehr als drei Stunden täglich zu spielen. Die Forscher stufen das als "exzessiv viel" ein und beobachten negative Auswirkungen auf die Jugendlichen. Die Kinder gehen selten weiteren Aktivitäten nach und sind oft mit für Erwachsene entwickelten Inhalten konfrontiert.

Soziales Umfeld wichtig

Doch die Forscher warnen davor, die Studie überzubewerten. Die Ergebnisse seien nur schwach und ließen nicht darauf schließen, dass Videospiele einen positiven Einfluss auf Kinder haben. Stärkere Auswirkungen auf das Verhalten der Jugendlichen hätten Faktoren wie das Familienumfeld, Schulbeziehungen oder sozio-materielle Verhältnisse.

Nur wenige Problemspieler

Eine repräsentative Längsschnittstudie der Universitäten Hohenheim und Münster legt nahe, dass überraschend wenig Computerspieler dauerhaft ein problematisches Spielverhalten haben. Demnach hatte nur ein Prozent der befragten Computerspieler über den Zeitraum von zwei Jahren hinweg Symptome von Computerspielsucht, während mehr als 90 Prozent der Befragten im gesamten Untersuchungszeitraum unauffällig in ihrem Spielverhalten waren. Das gilt insbesondere für Jugendliche zwischen 14 bis 18 Jahren, die oft als besonders gefährdet angesehen werden.

Die negativen Folgen wie Spielsucht seien zudem überschaubar. Einige der Studienteilnehmer hätten in einem Jahr exzessiv gespielt, dann aber im nächsten Zeitraum kein auffälliges Verhalten mehr gezeigt. Die Zahl derjenigen, die im Verlauf der Studie zu "Problemspielern" wurden, war mit etwas über zwei Prozent etwa gleich groß wie die Zahl der "Aussteiger", die mit der Zeit keine Problemsymptome mehr hatten.

Mehr zum Thema exzessive Medienutzung finden Sie in den Extrathemen.
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