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Studie: Hass im Netz betrifft vor allem junge Leute

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen sind 94 Prozent der 14-24-jährigen im Netz schon auf Hass-Kommentare gestoßen.

© no-hate-speech.de
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Junge Leute befassen sich besonders oft mit Hasskommentaren

Viele Befragte ignorieren Hasskommentare nach wie vor, jedoch mit abnehmender Tendenz (2017: 44 Prozent, 2016: 51 Prozent). Überdurchschnittlich häufig und im Vergleich zum Vorjahr stark zunehmend befassen sich die 14- bis 24-Jährigen mit solchen Kommentaren, anstatt sie zu ignorieren (2017: nur 17 Prozent, 2016: 30 Prozent).

Auch geben Befragte im Alter zwischen 14 und 24 Jahren überdurchschnittlich häufig an, dass sie einen Hasskommentar bzw. dessen Verfasser bei dem entsprechenden Portal gemeldet (40 Prozent im Vergleich zu nur 22 Prozent insgesamt) oder auf einen Hasskommentar geantwortet haben, um diesen zu kritisieren (29 Prozent im Vgl. zu 18 Prozent insgesamt).

Insgesamt haben zwei Drittel (67 Prozent) aller Nutzer den Hass im Netz kennengelernt. Bei den mindestens 60-Jährigen ist es allerdings nicht einmal jeder Zweite (49 Prozent). Deutlich seltener entschließen sich die Internetnutzer, gegen den Verfasser Strafanzeige zu erstatten. Gerade einmal 1 Prozent waren dazu bereit. 

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Jede/r Fünfte zeigt Verständnis für Hate Speech

Während nur ein Prozent der Befragten zugab, schon einmal selbst seinem Hass im Netz freien Lauf gelassen zu haben, zeigte sich immerhin fast jeder Fünfte empfänglich für solche Botschaften und äußerte Verständnis (19 Prozent). Bei den 25- bis 44-Jährigen waren es sogar 26 Prozent. Männer und Befragte aus Ostdeutschland sind den Meinungsforschern zufolge überdurchschnittlich mit "Hate Speech" ansprechbar.

Doch die überwiegende Mehrheit, immerhin 79 Prozent der Internetnutzer, zeigt sich entsetzt. Gleichgültig ist das Phänomen immer weniger Menschen: Gab 2016 die Mehrheit (51 Prozent) an, Hasskommentare zu ignorieren, waren es in diesem Jahr nur noch 44 Prozent.

Dies hat eine aktuelle Forsa-Umfrage ergeben, die nach 2016 nun zum zweiten Mal von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) in Auftrag gegeben, und heute (30. Mai) auf dem Medienforum in Köln vorgestellt wurde. Hier geht es zum Ergebnisbericht.

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