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Surfdauer so stark gestiegen wie noch nie

Deutsche Internetnutzer surfen immer länger. Sie verbringen im Schnitt 169 Minuten täglich im Netz. Grund ist die verstärkte Nutzung von Smartphones und Tablets. SCHAU HIN! präsentiert Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013.

© Fancy Images / Fotosearch

Die Zahlen belegen: Während die Anzahl der Internetnutzer im Vergleich zum Vorjahr nur moderat steigt, nimmt die Dauer der Onlinenutzung rasant zu. Demnach sind rund 54,2 Millionen Menschen in Deutschland online, was ein Anstieg um 800.000 Personen bzw. 1,3 Prozent auf 77,2 Prozent bedeutet. Der Zuwachs geht vor allem von den über 60-Jährigen aus, von denen inzwischen 43 Prozent im Netz aktiv sind. Der durchschnittliche Internetnutzer verbringt 169 Minuten täglich im Netz – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 36 Minuten. Deutlich ausgedehnt haben ihre Online-Zeit vor allem die weiblichen Nutzer von 118 auf 163 Minuten. 14- bis 29-Jährige surfen im Schnitt 218 Minuten täglich. Weit dahinter liegt ihr täglicher Fernsehkonsum mit 134 Minuten. Rechnet man On- und Offliner zusammen kommt jeder Erwachsene in Deutschland auf eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 108 Minuten gegenüber 83 Minuten im Vorjahr.

Run auf mobile Endgeräte treibt Internetkonsum voran

Die Unterwegs-Nutzung stieg binnen eines Jahres deutlich von 23 Prozent auf 41 Prozent in 2013. Fast die Hälfte der deutschen Onliner nutzt mittlerweile Apps auf unterschiedlichen Endgeräten. Einen internetfähigen Fernseher besitzt inzwischen fast jeder dritte Haushalt. Die Zahl derjenigen, die über ihr TV-Gerät surfen, stieg von 2 auf 12 Prozent. So rufen 6,5 Mio. Personen zumindest selten mit ihrem Fernsehgerät Inhalte über das Internet ab.

Streams und Videos im Netz immer beliebter

Auch die wöchentliche „Bewegtbildnutzung“ hat gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen. 43 Prozent der Onliner nutzen regelmäßig Fernsehsendungen und andere Videos im Netz. Unter den 14- bis 29-Jährigen schauen bereits drei Viertel wöchentlich Bewegtbilder im Netz an. 88 Prozent von ihnen nutzen regelmäßig Videoplattformen oder Streamingdienste gegenüber 32 Prozent bei den über 50-Jährigen. TV-Sendungen sehen 16 Prozent der Onliner mindestens einmal wöchentlich live oder zeitversetzt im Netz. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es bereits 27 Prozent. Vor allem die Älteren nutzen Bewegtbildinhalte deutlich stärker als noch 2012.

Blogs und Twitter im Kommen

Zu den Gewinnern zählen auch Blogs. 16 Prozent der Onliner geben an, zumindest gelegentlich Blogs zu lesen gegenüber sieben Prozent im Vorjahr. Auch Twitter ist in Deutschland immer beliebter: Sieben Prozent der Onliner verwenden inzwischen den Kurznachrichtendienst, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 22 Prozent.

Offliner aus Überzeugung

Die Autorinnen der ARD/ZDF-Onlinestudie gehen davon aus, dass bis 2018 maximal 82 bis 85 Prozent der Deutschen online sind. Der Grund: Die heutigen Offliner sind laut der Studie offline aus Überzeugung. Dabei handelt es sich um überdurchschnittliche TV-Konsumenten und Tageszeitungsleser: 88 Prozent der Offliner sehen täglich fern (Onliner: 73 Prozent), 65 Prozent lesen täglich Zeitung (Onliner: 42 Prozent).
SCHAU HIN! bietet Eltern Tipps zum kindgerechten Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken.

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