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Tablet statt Bilderbuch: Welche Apps sind kindgerecht?

Auch für Kinder werden vermehrt Inhalte für Tablets und Smartphones angeboten. SCHAU HIN! empfiehlt die Nutzung mobiler Medien frühestens ab drei Jahren sowie in steter Begleitung der Eltern und erklärt, welche Inhalte kindgerecht sind.

© goodluz / Fotolia

Die Leipziger Buchmesse vom 13. bis 16. März 2014 zeigt: Digitale Angebote für Kinder nehmen rasant zu. Viele Verlage bieten bereits entsprechende Programme an mit Features wie Animationen, Geräuschen, Spielen, Rätsel und Puzzles. So üben Tablets oft schon auf die Jüngsten eine große Faszination aus, zumal sie mit intuitiven Handbewegungen leicht bedienbar sind. Doch generell gilt: Smartphones und Tablets sind aufgrund ihrer Mehrfunktionalität keine Einstiegsgeräte für den eigenständigen Gebrauch. Auch wenn Kinder einzelne Funktionen durch Ausprobieren spielend entdecken, erfordert der kompetente Umgang mit einem Tablet mehr als Tippen und Wischen. Für viele komplexe Zusammenhänge fehlt es Kleinkindern jedoch noch an Einschätzungsvermögen. Bei Kindern unter drei Jahren empfiehlt sich deshalb, völlig auf mobile Geräte zu verzichten, denn oftmals überfordern schnelle und laute Anwendungen den Nachwuchs. In diesem Alter ist es besonders wichtig, erst einmal die reale Welt zu erkunden.

Verständlicher Aufbau, kindgerechte Inhalte und Lerneffekt

Für Kindergartenkinder und Grundschüler gibt es zum gemeinsamen Entdecken eine große Auswahl an Lern- und Spiele-Apps, die altersgerecht aufbereitet sind und spielerisch beim Lesen, Schreiben oder Rechnen unterstützen. Gute Apps für Kinder sind einfach aufgebaut, wirken nicht überladen, enthalten keine Gewalt oder Werbung und haben einen Lerneffekt. Am besten machen sich Eltern ein eigenes Bild von dem Programm, spielen es gemeinsam mit ihrem Kind, beobachten dessen Reaktion und entscheiden daraufhin. Grundsätzlich ist die Installation von Apps Aufgabe der Eltern. App-Shops sind für Kinder ungeeignet, da sie mit Angeboten konfrontiert werden, deren Inhalte sie beeinträchtigen können. Um die Geräte kindersicher zu machen, sind Eltern gut beraten, wenn sie die Sicherheitseinstellungen aktivieren, den Zugang zum eigenen Konto im App-Shop sperren und technische Jugendschutz-Angebote nutzen. So wird vermieden, dass Kinder Apps und Internetseiten öffnen, die nicht für sie geeignet sind. Von großer Bedeutung ist es, dass auch andere Aktivitäten ihren festen Platz im Familienalltag finden. Denn die digitale Welt kann das Spielen im Garten und auf dem Spielplatz, Treffen mit Freunden oder das gemeinsame (Vor-)Lesen nicht ersetzen.

Empfehlungen beachten und Jugendschutzprogramme aktivieren

klick-tipps.net, "Handysektor" und Stiftung Lesen empfehlen geeignete Kinder(buch)apps, die neben Tipps zu Sicherheitseinstellungen für portable Geräte hier zu finden sind. Zudem veröffentlicht "SCHAU HIN!" im April eine Broschüre zum kindgerechten Umgang mit mobilen Geräten, die Interessierte unter serviceschau-hin info vorbestellen können.

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