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TINCON: 1. Festival für digitale Jugendkultur

Vom 27. bis 29. Mai fand in Berlin das erste Festival für digitale Jugendkultur statt, organisiert von den republica-Gründern Johnny und Tanja Haeusler. Jugendliche konnte bei der teenageinternetwork convention in neun Locations 50 Speaker sowie 1.000 Gleichgesinnte treffen und an über 30 Workshops teilnehmen. Am Sonntag durften auch Eltern reinschnuppern.

Tincon

Die TINCON war kein Fan-Treffen, bei dem es bloß ums Abstauben von Autogrammen ging. In mehr als 30 Workshops gaben die Spezialisten ihr Wissen direkt weiter und bastelten mit ihren Zuhörern Podcasts, bauen Roboter, programmierten Spiele oder komponierten Musik auf dem Smartphone.

So schloss die TINCON auch eine Lücke, die zwischen den Generationen klafft: Denn ständig entstehen neue Jobs, für die Jugendliche mit ihrem Netzwissen hervorragend qualifiziert sind. Doch es gibt kaum Eltern, Lehrer oder Berufsberater, die von diesen neuen Möglichkeiten wissen. Auf der TINCON konnten sich Jugendliche – unter anderem im Workshop „Berufe, die kein Schwein kennt“ – direkt informieren und Mailadressen für die erste Bewerbung sammeln.

Akteure

Auf der ersten TINCON nahmen rund 1.000 Gäste im Alter von 13 bis 21 Jahren teil. Als Speaker waren unter anderen zu Gast:

  • Moderator Ralph Caspers (Wissen macht Ah!),
  • die US-Menschenrechtlerin Clemantine Wamariya,
  • Netzaktivist Frank Rieger und
  • YouTube-Stars wie Heimwerkerking Fynn Kliemann, 301+ Vorsitzende und Multitalent Marie Meimberg, ColdMirror, DIY-Fashionista Breeding Unicorns, Die Datteltäter uvm.
  • Game Designer wie Linda Kruse (The Good Evil, ausgezeichnet als Kultur- und Kreativpiloten),
  • Hacker wie Stefan Greiner (Cyborg e.V.),
  • Experten für Künstliche Intelligenz wie Professor Manfred Hild (Beuth Hochschule für Technik Berlin),
  • Medienkünstler, Verschlüsselungsexperten, 3D-Pioniere, Jugenddelegierte der UN, und, und, und.

Programm

Das Programm war thematisch bewusst offen gehalten und bildete die Vielfalt der digitalen Jugendkultur ab: von Coding, Hacking und Lightpainting über 3D-Druck, Fashion Tech und YouTube-News-Shows . Wie erstellt man selbst einen Podcast, ein Let’s Play, einen Game-Charakter? Die TINCON vermittelte Wissen zum Mitnehmen. Diskussionen lieferten außerdem Stoff zum Weiter-Denken: Was ist im Netz okay? Wo werden Rechte verletzt? Und wie soll das Internet aussehen, in dem die Teilnehmer leben wollen? Impressionen und Streams der Sessions auf www.tincon.org.

Organisatoren

Johnny und Tanja Haeusler sind die Gründer der re:publica, einer der größten europäischen Konferenzen zu digitalen Themen. Außerdem betreiben sie das Blog Spreeblick und sind Autoren des Elternratgebers Netzgemüse. Als Eltern zweier Teenager wissen sie, wie schwierig die Vermittlung der viel geforderten Medienkompetenz im Lernalltag ist. Deswegen fördern sie mit dem gemeinnützigen Verein TINCON e.V. jugendliches Engagement in den unübersichtlichen Weiten des Internets und in neuen digitalen Technologien – auch abseits des dreitägigen Festivals.

Mit der TINCON bieten wir ein heterogenes Programm für Jugendliche, das man fast als ‘Internet zum Anfassen’ bezeichnen kann.

„Nach der Veröffentlichung unseres Elternratgebers ‘Netzgemüse’ begegneten uns einerseits Eltern und Lehrer, die in konstanter Überforderung von den digitalen Möglichkeiten leben, und andererseits Jugendliche, die sich mehr Unterstützung beim Umgang mit ihrem digitalen Lebensraum wünschten“, erklärt Johnny Haeusler. „Mit der TINCON konzentrieren wir uns auf diesen Wunsch und bieten ein heterogenes Programm für Jugendliche, das man fast als ‘Internet zum Anfassen’ bezeichnen kann. Es wird ein großes Fest!”

Das Erfolgsrezept der re:publica auf eine junge Zielgruppe zu übertragen ist naheliegend.

Tanja Haeusler ergänzt: “Das Erfolgsrezept der re:publica auf eine junge Zielgruppe zu übertragen ist naheliegend. Mit der TINCON möchten wir die junge digitale Gesellschaft in
ihrer Gesamtheit durch Vielfalt in Programm und Publikum abbilden und in ein Festivalformat gießen, das zum Dialog und Netzwerken einlädt.”

Partner und Förderer

Die TINCON wurde u.a. ermöglicht und unterstützt von:

  • Robert Bosch Stiftung
  • Junges Angebot von ARD und ZDF
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • JAM! (Junge Aktion Mensch)
  • Medienboard Berlin-Brandenburg
  • Musicboard
  • ZEIT Stiftung

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