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TV-Show Timster – die neue Medienwerkstatt für Kinder

Seit 8. August zeigt die neue Sendung „Timster“ immer samstags um 17.45 im Kinderkanal, wie Medien funktionieren. Moderator Tim Galius stellt spannende Clips, Bücher, Kinderfilme & Co vor. Doch auch die jungen Zuschauer, das „Team Timster“, gestalten die Sendung aktiv mit. Wie das funktioniert und was Kinder und Eltern in der ersten Folge zum Thema Games erwartet, erzählt Tim im Interview.

KiKA

Bei Timster geht es ab 8. August wöchentlich darum, wie Medien funktionieren. Daher unsere erste Frage: Wie funktionieren Medien denn?

Es ist unmöglich, diese Frage kurz und knapp zu beantworten, denn jedes Medium funktioniert anders. Medien sind ein ungeheuer komplexes Feld, das wir kindgerecht darstellen und dadurch verständlicher machen wollen. Unsere Zuschauer sollen das „Rüstzeug“ bekommen, um Zusammenhänge zu erkennen und sicher mit den verschiedenen Mediengattungen umzugehen. Wir wollen unsere Zuschauer dazu animieren, alles auch einmal selbst auszuprobieren.

...und wie gehen Kinder kritisch mit diesen Medien um?

Jedes Kind macht unterschiedliche Erfahrungen mit Medien und integriert sie je nach individuellen Voraussetzungen in seinen Alltag. Für eine kritische Auseinandersetzung und somit eine souveräne Nutzung ist es wichtig, mehr über die Funktions- und Entstehungsweisen von Medien zu erfahren. Dass möglichst viele unserer Zuschauer eine bewusste und reflektierte Haltung entwickeln, das ist ein Ziel von „Timster“.

In der ersten Folge geht es – passend zur Gamescom in Köln – um das Thema Videospiele. Auf welche Art von Spiele stehen Kids momentan besonders? Unterscheiden sie sich da stark von den Erwachsenen?

Aktuelle Studien belegen, dass viele Kinder Videospiele nutzen. Im Unterschied zu Erwachsenen werden die Nutzungsgewohnheiten allerdings von den Reglementierungen durch die Eltern und die technische Ausstattung gesteuert. Je älter die Kinder und Jugendlichen sind, desto schwacher wird der Einfluss und sie spielen länger und häufiger – nach meiner Erfahrung. Dabei wird die ganze Bandbreite digitaler Spiele genutzt: Casual Games, Fußballgames, Rennspiele und Klassiker wie „Super Mario“, die auch von vielen Erwachsenen geschätzt werden.

In Deiner Sendung wird es auch um neue Filme und Bücher gehen. Mal Hand aufs Herz: Welche Rolle spielen diese „alten“ Medien bei Kindern in Zeiten von YouTube, Instagram und Snapchat?

Alte Medien würde ich diese gar nicht unbedingt nennen, denn die Nutzungszahlen sind nicht zu verachten. Viele Grundschüler lesen Bücher – in dieser Altersgruppe sind sie beliebter als digitale Spiele. Sie gehen gern in Kino und das Fernsehen ist auch weiterhin das Leitmedium. Aber sicher sind Content Communities, soziale Netzwerke und Foto-Apps auf dem Vormarsch und erobern immer früher die Kinderzimmer. Auch aus diesem Grund ist es wichtig für unsere Zuschauer, umfassend informiert zu sein.

Als Science Slammer kennst Du Dich damit aus, Dein Publikum für komplizierte Sachverhalte zu begeistern. Wie schätzt Du Deine neue Kinder-Zielgruppe ein? Wie bereitet man kritische Medienrezeption spannend für die Kleinsten auf?

Medien sind etwas, das in der Lebenswelt unserer Zuschauer bereits einen großen Stellenwert einnimmt. Ein grundlegendes Interesse für Medien ist also bei allen gegeben – da hat „Timster“ einen großartigen Startvorteil. Grundsätzlich würde ich sagen, dass viele Aspekte von Medien für Kinder interessant sind. Wenn man dann noch erfährt, wie ein Medienprodukt entsteht und wie man ein solches sogar selbst erstellen kann, weckt das die Lust am Ausprobieren. Das Ganze bringen wir spielerisch und interaktiv rüber, denn „Timster“ soll vor allem Spaß machen. Dabei steht mir mein Kumpel und Filmhund Luis unterstützend zur Seite.

Bei „Team Timster“ sind die jungen Zuschauer online aufgerufen zusammen mit Dir langfristig angelegte Missionen zu bestreiten. Was kann man sich darunter vorstellen?

Das „Team Timster“, das sind unsere Zuschauer. Gemeinsam arbeiten wir an Medien-Produkten, zum Beispiel einem Trickfilm oder einem Computerspiel. Die Kinder erfahren so nicht nur, wie Medien entstehen – sie erleben es und können sogar Teil der Sendung werden. Durch kika.de haben wir einen Rückkanal und bauen eine Brücke zu den Kindern. Das Ziel: Die Zuschauer nehmen Einfluss auf die Sendung und sind somit ein Teil der Medien-Produktion. Das Know-How für die Missionen gibt es in der Sendung. „Timster“ findet also nicht nur online und im Fernsehen statt, sondern bietet den Sechs- bis Elfjährigen eine Plattform zum Experimentieren und Produzieren.

Zum Abschluss: Welche Themen werden in den nächsten Folgen bei Timster behandelt und worauf freust Du Dich besonders?

Zunächst sind wir ja auf der Gamescom unterwegs. Anschließend werden wir in zwei „Making Ofs“ zeigen, wie die Sendung „Timster“ selbst überhaupt entsteht – die jungen Zuschauer lernen also, was hinter den Kulissen einer Fernsehproduktion passiert. Ich bin auf alle Medienthemen gespannt, die noch kommen. Besonders freue ich mich aber auf die vielen Ideen unserer Zuschauer im „Team Timster“, wenn wir unsere Missionen starten. Auch für mich ist „Timster“ eine spannende Abenteuerreise.

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