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Was gibts Neues bei Facebook?

Facebook entwickelt sich zur allumfassenden Plattform und will auch seine weiteren Dienste wie WhatsApp und Instagram stärker mit dem eigenen Messenger verknüpfen. Wir erklären, was es damit auf sich hat und was Eltern dabei beachten sollten.

ajean.net

Messenger wird zur Plattform

Facebook entwickelt sich vom sozialen Netzwerk zum Online-Imperium. Wie es auf seiner alljährlichen Entwicklerkonferenz F8 bekannt gab, sollen Nutzer Inhalte leichter gebündelt über WhatsApp, Instagram oder den Messenger teilen können, die alle zu Facebook gehören. Dazu soll der Messenger als Plattform ausgeweitet werden. Diesen bietet Facebook schon seit einigen Monaten als eigenständige App und zwang Nutzer diese für das mobile Chatten mit Facebook-Freunden zusätzlich zu installieren. Zum Start sollen rund 40 verschiedene Apps mit Messenger verbunden werden. Einige dieser Apps sind dazu gedacht, die Chats zwischen den Nutzern mit Videos oder Musik anzureichern. Messenger soll aber auch mit Apps von Unternehmen wie Online-Händlern verknüpft werden. Das soll es Nutzern zum Beispiel erleichtern, mit Kundenbetreuern zu kommunizieren oder zu verfolgen, wann Bestellungen ausgeliefert werden.

Messenger.com als Desktopversion

Auch für den Desktop bietet Facebook für das Messaging nun eine eigene Website bzw. Webapp, vergleichbar mit WhatsApp Web. Auf messenger.com können Nutzer damit die Funktionen des mobilen Messengers auch am Desktop-PC nutzen. Damit sollen sich Nutzer beim Versenden von Nachrichten nur darauf konzentrieren können und nicht durch Timeline und Co. abgelenkt werden. Nach und nach sollen alle Nutzer dieses Feature nutzen können. Wer bereits freigeschaltet wurde, der bekommt unter messenger.com sofort die Nachrichtenübersicht zu sehen, die anderen sehen dort eine Informationsseite über den Messenger. Anders als in den Smartphone-Apps wolle Facebook die Chat-Funktion jetzt aber nicht von der normalen Startseite des sozialen Netzwerks entfernen. Im Webbrowser stehen damit nun beide Möglichkeiten offen. Zudem sollen Nutzer künftig über den Webchat auch bezahlen, Audio- und Videoanrufe tätigen sowie leichter Fotos und Clips versenden können.

Gerüchte um Integration von WhatsApp

Wie das Tech-Blog Geektime und auch das ARD Morgenmagazin berichten, befindet sich in einer Beta-Version des Messengers für Android unter den Posts von Freunden neben den bekannten Schaltflächen zum Liken, Kommentieren und Teilen auch ein Button, um den Inhalt per Whatsapp verschicken zu können. Geektime sieht darin das Anfang vom Ende eines eigenständigen WhatsApp. Facebook wolle den lukrativen Messenger-Markt dominieren und werde die Plattformen deshalb miteinander verknüpfen. Angeblich würden bereits Teams beider Firmen an einer weitergehenden Integration arbeiten, um die direkte Kommunikation zwischen Facebook- und WhatsApp-Nutzern zu ermöglichen. Doch bieten schon viele Seiten solche Sharing-Buttons für WhatsApp. Vielmehr kann man davon ausgehen, das Facebook die verschiedenen Angebote enger verzahnt, um den Plattformcharakter auszubauen und damit auch die mobile Kommunikation zu monopolisieren.

Auf Datenschutz achten

Riskant ist dabei jedoch gerade das Thema Datenschutz, da Facebook damit Zugriff auf Inhalte von Facebook selbst, aber eben auch Instagram und WhatsApp hat. Wichtig ist daher umso mehr, dass Eltern mit ihrem Kind über einen sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten sprechen und es darauf hinweisen, dass sie für die vielen kostenlosen Kommunikationsdienste meist mit ihren Daten bezahlen, da diese an Dritte weitergegeben und für Werbezwecke genutzt werden können. Diesen Zugriff hat Facebook mit den neuen AGBs noch einmal ausgeweitet und erfasst nun auch die parallelen Aktivitäten seiner Nutzer auf anderen Webseiten. Dessen sollten sich Eltern und Familien bewusst sein, datensparende Alternativen prüfen oder zumindest regelmäßig die Einstellungen bei Facebook sowie die Einstellungen bei WhatsApp gemeinsam prüfen, um die bestehenden Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre zu nutzen. 

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