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Welt-Internet-Tag: Kinder brauchen geschützte Surfräume

Zum Welt-Internet-Tag empfehlen wir Eltern gerade Surfanfänger aktiv zu begleiten. Zudem ist es ratsam, geschützte Surfräume einzurichten.

Vater mit Kindern am Tablet
© WavebreakMediaMicro / Fotolia

Kinder surfen immer öfter im Netz. Nutzten 2002 nur acht Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren das Internet täglich, waren es 2012 bereits 36 Prozent. Nur 21 Prozent nutzen dabei geschützte Surfräume etwa über eine Filter- oder Schutzsoftware. Dies belegen Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. Wichtig ist, dass gerade junge Surfer sicher im Netz sind und Eltern sie vor allem anfangs dabei begleiten. Der Welt-Internet-Tag erinnert an die erste über das Internet-Protokoll übermittelte Botschaft am 29. Oktober 1969. Dieser Vorgang vor 45 Jahren gilt als Einstieg ins Internetzeitalter, aber man war noch meilenweit entfernt von den heutigen Möglichkeiten.

Sicher vom ersten Klick an

Welche Seiten im Netz interessiert mein Kind, welche sind geeignet? Eltern behalten den Überblick, wenn sie ihr Kind beim Surfen begleiten, über problematische Inhalte reden und gemeinsame Vereinbarungen treffen. Dabei können Eltern ihrem Kind erklären, wie und warum man persönliche Daten schützt, ungeeignete Inhalte meldet, sich beim Chatten verhält und Surfzeiten beachtet. Neben dieser aktiven Begleitung ist es ratsam, wenn Eltern den Zugang ins Netz für ihr Kind auch technisch absichern. Am besten richten sie dazu ein eigenes Benutzerkonto im Betriebssystem sowie eine kindgerechte Startseite wie www.meine-startseite.de ein. Hier und im Browser können sie weitere Lieblingsseiten ihrer Kinder als Widgets bzw. Lesezeichen in den Favoriten speichern. So erreichen Kinder diese auf einen Klick ohne wahllos im Internet suchen zu müssen.

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Schutz an Bedürfnisse des Kindes anpassen

Jüngere Kinder brauchen besonderen Schutz. Geschützte Surfräume sorgen dafür, dass Kinder nur auf Seiten surfen, die vorab von Medienpädagogen geprüft wurden. Ältere Kinder haben andere Ansprüche und brauchen größere Freiräume. Eine Jugendschutzsoftware ist hier eine sinnvolle Unterstützung, wenn sie richtig verwendet und altersgerecht eingestellt wird. Sie filtert problematische Seiten beispielsweise anhand von Schlagwörtern aus. Geeignete Beispiele sind die von der Kommission für Jugendmedienschutz empfohlenen Programme von JusProg und die Kinderschutz Software der Deutschen Telekom.

Auch mobil sicher surfen

Empfehlenswert ist auch, den Schutz für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets zu aktivieren. Das Angebot reicht von Programmen, die den Zugriff auf eine vorgegebene Auswahl an Apps beschränken bis hin zu speziellen Kinder-Browsern wie die Apps von „fragFINN“ oder  „Meine-Startseite“, die das Surfen nur auf vorab geprüften Websites zulassen. Monitoring-Apps, die Eltern anzeigen, welche Apps ihr Nachwuchs installiert hat oder welche Webseiten er besucht, sind weniger geeignet, da zu viel Kontrolle das gegenseitige Vertrauen beschädigen kann. Auch geräteeigene Sicherheitseinstellungen sind zu aktivieren.

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