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Welttag des Buches: (Vor-)Lesen mal anders

Zum Welttag des Buches am 23. April bieten wir zusammen mit unserem Kooperationspartner „Stiftung Lesen“ Tipps für digitale (Vor)Lese-Abenteuer für Klein- und Grundschulkinder.

© goodluz / Fotolia

Digitale Angebote für Kinder nehmen rasant zu. Viele Verlage bieten Apps, die Geschichten mit Geräuschen, Animationen und Spielen erlebbar machen. Sie faszinieren oft schon die Jüngsten, zumal sie mit intuitiven Handbewegungen leicht zu navigieren sind.

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Verständlich, altersgerecht und interaktiv

Für Klein- und Kindergartenkinder sind Kinderbuch-Apps zu empfehlen. Gerade bei Kleinkindern ist es wichtig, dass sie mobile Geräte nur in Begleitung der Eltern nutzen und die Inhalte gut ausgewählt sind, da schnelle und laute Anwendungen sie überfordern können. Damit Kinder das Erlebte gut verarbeiten, sind maximal eine Viertelstunde unter drei und eine halbe Stunde bis fünf Jahren ratsam.

Gute Apps sind einfach aufgebaut, haben eine selbsterklärende Navigation, etwa über Symbole oder eine gesprochene Anleitung. Sie animieren zur Interaktion und enthalten spielerische Elemente, die den Inhalt veranschaulichen, ohne zu sehr davon abzulenken. Empfehlenswerte Kinder-Apps sind frei von ängstigenden Inhalten, Werbung und In-App-Käufen. Verlinkungen zu sozialen Netzwerken oder zum App-Shop sind mindestens in einem geschützten Elternbereich. Die App verfügt am besten über eine verständliche, an- und abschaltbare Erzählstimme und ermöglicht individuelle Einstellungsmöglichkeiten.

Für Grundschulkinder eignen sich interaktive Lese-Apps, die das Lesenlernen spielend fördern, etwa indem sie vorgelesene Wörter synchron hervorheben. Von Vorteil ist es, wenn Wortbedeutungen erklärt werden sowie Übungen zu Rechtschreibung und Grammatik angeboten werden. Hier können Eltern darauf achten, dass die App auch zum Schulstoff passt und sie ihrem Kind den sicheren Umgang mit mobilen Geräte näher bringen, um mit der Lese- auch die Medienkompetenz zu fördern.

Geräte kindgerecht sichern

Grundsätzlich ist bei Kindern bis etwa zwölf Jahren die Installation von Apps noch Aufgabe der Eltern, die Internet- und andere Datenverbindungen sind besser ausgeschaltet. Um die mobilen Geräte kindersicher zu machen, sollten Sicherheitseinstellungen aktiviert werden. So vermeiden Eltern beispielsweise, dass ihr Kind ungewollt In-App-Käufe vornimmt und ungeeignete Apps öffnet. Tipps und Anleitungen zur sicheren Konfiguration mobiler Geräte finden sich im Bereich „Mobile Geräte“ und auf surfen-ohne-risiko.net/mobil.

Auf guten Medienmix achten

Das digitale Lesen bietet aufgrund der Interaktivität und der Nutzung gewisse Vorteile, wie Dr. Sigrid Fahrer, Leiterin des Entwicklungsbereichs „Digitales Lesen“ der Stiftung Lesen im Interview betont: „Die digitalen Leseformate wecken natürlich die Neugier. Da man einem E-Book nicht gleich seine Seitenstärke ansieht, trauen sich in der Tat auch die ‚Wenigleser‘ mal an umfangreichere Inhalte. Und sie motivieren nachweislich besonders die Väter, ihren Kindern mehr vorzulesen und als männliche Lese-Vorbilder in Erscheinung zu treten“. Wichtig ist, digitale oder analoge Formen nicht als gute Ergänzung zu sehen.

Empfehlungen nutzen

Weitere Tipps zum digitalen Lesen bietet die Stiftung Lesen auf digitale-lesewelten.de. Gute (Bücher)-Apps finden Eltern dort unter Empfehlungen, bei app-tipps.net und in der Datenbank "Apps für Kinder".

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