1. Home
  2. News
  3. Zur Leipziger Buchmesse: die besten Besuch- und Lesetipps
Surfen

Zur Leipziger Buchmesse: die besten Besuch- und Lesetipps

Digitale Leseangebote für Kinder nehmen rasant zu, das sieht man auch auf diesjährigen Buchmesse in Leipzig. Aber nicht jedes digitale Lesemedium ist per se zu empfehlen.

©Leipziger Buchmesse
©Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse bietet vom 23. bis 26. März 2017 ein vielseitiges Programm an Lesungen, Mitmachaktionen, Angeboten im Hörbuch- und Musikbereich, sowie kreative und interaktive Spiel- und Bastelangebote. Autoren und Illustratoren von Bilderbüchern einmal persönlich treffen? Kein Problem! Veranstaltungsforen wie „Lesebude“ und der „Lesetreff“ bieten hierzu Gelegenheit.

Für die Eltern gibt es zudem Workshops zum richtigen Vorlesen und eine Präsentation der besten Bilderbücher. Kleinkinder können in dieser Zeit im Kindergarten „Phantasiewerkstatt“ betreut werden. Aber auch Jugendliche brauchen sich in der Zeit nicht zu langweilen: die Manga-Comic-Con lädt alle jüngeren Manga-Fans ein, die fantasievolle Welt der Comics zu entdecken.

Allen, die bei der Vielzahl der Neuerscheinungen eine Übersicht brauchen, hilft der „Leipziger Lesekompass“, der jeweils 10 Buchempfehlungen für die Altersgruppen 2-6 Jahre, 6-10 Jahre und 10-14 Jahre gibt. Aber natürlich ist auch SCHAU HIN! bei der Leipziger Buchmesse vor Ort, um Ihnen hilfreiche Orientierung und Tipps zur Mediennutzung Ihres Kindes zu geben.

Für alle, die es nicht zur Leipziger Buchmesse schaffen, gibt es natürlich auch hier aktuelle SCHAU HIN! Ratschläge zu Lese-Apps für Kinder.

(Vor)-Lesen mal anders: Welche Apps sind kingerecht?

Digitale Angebote für Kinder nehmen rasant zu. Viele Verlage bieten Apps, die Geschichten mit Geräuschen, Animationen und Spielen erlebbar machen. Sie faszinieren oft schon die Jüngsten, zumal sie mit intuitiven Handbewegungen leicht zu bedienen sind. „Gerade bei Kleinkindern ist es wichtig, dass sie mobile Geräte nur in Begleitung der Eltern nutzen und die Inhalte gut ausgewählt sind, da schnelle und laute Anwendungen sie überfordern können. Damit sie das Erlebte verarbeiten können, sind maximal eine Viertelstunde bei Kindern unter drei und eine halbe Stunde bei Kindern bis fünf Jahren ratsam“, so Kristin Langer, SCHAU HIN!-Mediencoach.

Verständlicher Aufbau, kindgerechte Inhalte und Lerneffekt

Für Kindergartenkinder ab drei Jahren sind Kinderbuch-Apps und Spiele-Apps zu empfehlen. „Am besten machen sich Eltern ein eigenes Bild von der App, nutzen sie mit ihrem Kind, beobachten dessen Reaktion und entscheiden daraufhin“, empfiehlt Kristin Langer.

Gute Apps sind einfach aufgebaut, haben eine selbsterklärende Navigation etwa über Symbole oder eine gesprochene Anleitung, haben einen Lerneffekt, animieren zur Interaktion und enthalten spielerische Elemente, die den Inhalt veranschaulichen, ohne zu sehr davon abzulenken. Sie sind frei von ängstigenden Inhalte oder Werbung sowie idealerweise auch von In-App-Käufen und Verlinkungen zu sozialen Netzwerken oder zum App-Shop. Die App verfügt am besten über eine verständliche, an- und abschaltbare Erzählstimme und ermöglicht die persönliche Gestaltung. So können Kinder und Eltern etwa ihre eigene Stimme aufnehmen, um selbst zu den Bildern erzählen.

Für Grundschulkinder eignen sich interaktive Lese-Apps, die das Lesenlernen spielend fördern, etwa indem sie vorgelesene Wörter synchron hervorheben. Von Vorteil ist es, wenn Wörter erklärt werden sowie Übungen zu Rechtschreibung und Grammatik angeboten werden. Hier können Eltern darauf achten, dass die App auch zum Schulstoff passt und ihrem Kind den sicheren Umgang mit mobilen

Geräte näher bringen, um mit der Lese- auch die Medienkompetenz zu fördern. Bei älteren Kindern und Jugendlichen sind E-Books zu empfehlen, die sich thematisch an ihrer Lebenswelt orientieren.

Geräte kindgerecht sichern und Ausgleich schaffen

Grundsätzlich ist bei Kindern bis etwa zwölf Jahren die Installation von Apps noch Aufgabe der Eltern, das Internet und andere Datenverbindungen sind besser ausgeschaltet. Um die mobilen Geräte kindersicher zu machen, eignen sich Sicherheitseinstellungen und Jugendschutz-Apps. So vermeiden Eltern, dass ihr Kind ungeeignete Apps und Webseiten öffnet. Wichtig ist, dass auch andere Aktivitäten ihren festen Platz im Familienalltag haben. Denn die digitale Welt kann das Spielen, Treffen mit Freunden oder das gemeinsame (Vor-)Lesen nicht ersetzen. 

5 Kriterien für gute (Vor)Lese-Apps

  • Aufbau: Die App hat eine einfache Navigation über Symbole oder eine gesprochene Anleitung.
  • Interaktion: Die App hat einen Lerneffekt, animiert zur Interaktion und enthält spielerische Elemente, die den Inhalt veranschaulichen, ohne zu sehr davon abzulenken.
  • Ton: Die App verfügt am besten über eine verständliche, an- und abschaltbare Erzählstimme und ermöglicht die persönliche Gestaltung.
  • Jugendschutz: Die App ist frei von Inhalten für Ältere und verlinkt auch nicht dazu.
  • Werbung: Die Apps enthält kaum oder keine Werbung sowie idealerweise auch keine In-App-Käufen und Verlinkungen zu sozialen Netzwerken oder zum App-Shop.

Empfehlungen beachten und Jugendschutzprogramme aktivieren

Konkrete Tipps zu Sicherheitseinstellungen und Jugendschutz-Apps für portable Geräte sowie App-Tipps für Kinder finden Eltern im Bereich "Mobile Geräte". Letztere finden sich auch bei app-tipps.net, "Handysektor", der Stiftung Lesen bzw. bei "Lesestart" sowie in den Datenbanken "Apps für Kinder" und "Gute Apps für Kinder". Weitere Empfehlungen zu kindgerechten Apps, E-Books und Games bieten die Kindersoftwarepreise "Giga Maus" und "TOMMI".

5 tolle Portale für Kinder-Apps

zur Bildstrecke

Veröffentlicht am