Cybergrooming bei Fortnite: Kinder über Risiken aufklären

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Über die Chat-Funktion des beliebten Games „Fortnite“ kommen Heranwachsende leicht mit Fremden in Kontakt. In Wolfsburg wurde ein 28-Jähriger verhaftet, der verdächtigt wird, Kinder so angesprochen und zu Treffen überredet zu haben. Dabei kam es mehrfach zu sexuellen Übergriffen.

Die Silhouette einer Hand und einer Hose steht vor dem Schatten eines Kindes
iStock.com/AlexLinch

Spiele-Trends wie „Fortnite: Battle Royale“ sind für Kinder und Jugendliche spannend: Der Spielfluss fesselt und fordert sie heraus. Der Reiz besteht auch darin, dass Klassenkameraden und FreundInnen ebenfalls Fortnite spielen, sie sich zu Teams zusammenschließen und während des Spiels per Chat austauschen.

In-Game-Chat: Risiken für Kinder

Problematisch kann es werden, wenn Kinder über die Chat-Funktion mit Fremden in Kontakt kommen. Neben Beleidigungen und Mobbing zählt Cybergrooming zu den größten Kontaktrisiken für Kinder. Dabei sprechen Erwachsene online gezielt Minderjährige an mit dem Ziel, sexuelle Kontakte anzubahnen.

In einem aktuellen Cybergrooming-Fall soll der Kontakt zwischen dem 28-jährigen Täter und mehreren Zehn- bis 14-Jährigen auch über den Fortnite-Chat entstanden sein, wie die Wolfsburger Allgemeine berichtete.

Kinder vor Cybergrooming schützen

Wenn Eltern ihren Kindern das Spiel Fortnite erlauben, können sie im Vorfeld über Cybergrooming sprechen und Sicherheitsregeln vereinbaren. Wenn Kinder von Fremden angesprochen werden oder wenn ihnen in einem Gespräch etwas komisch vorkommt, sollten sie mit ihren Eltern darüber sprechen können, ohne Angst vor Konsequenzen wie Spielverbot zu haben. Wichtig ist, die betreffenden Personen nach Möglichkeit zu melden und den Chatverlauf zum Beispiel per Screenshot zu sichern, falls Anzeige erstattet werden soll.

Bei jüngeren Kindern können Eltern darauf achten, altersgerechte Spiele als Alternative zu nutzen. Hier werden keine In-Game-Chats angeboten oder Moderatoren überprüfen die Kommunikation. Bei anderen Online-Chats für Kinder stellen eine Zugangsbeschränkung und Moderation sicher, dass keine Älteren und Personen mit schlechten Absichten Zugang zu den Chats haben.