Datenschutz: Facebook plant Aufklärungscenter für Teenager

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Am 25. Mai tritt die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union in Kraft. Die Verordnung trifft den Alltag von Millionen Jugendlicher in Europa – der Artikel 8 der Verordnung kann nämlich Grundlage für die Erhöhung des Nutzungsalters von Sozialen Netzwerken und Messenger-Apps wie WhatsApp von in der Regel 13 auf 16 Jahre sein.­­ Jüngere werden zukünftig eine ausdrückliche Genehmigung der Erziehungsberechtigten brauchen. Um die Fragen von Teenagern soll sich bei Facebook künftig ein eigenes Team kümmern.

Zwei Junges schauen gebannt auf ihre Smartphones
natureaddict/Pixabay

In der neuen EU-Datenschutzverordnung heißt es: "Hat das Kind noch nicht das sechzehnte Lebensjahr vollendet, so ist diese Verarbeitung nur rechtmäßig, sofern und soweit diese Einwilligung durch den Träger der elterlichen Verantwortung für das Kind oder mit dessen Zustimmung erteilt wird." Gemeint sind personenbezogene Daten wie Adresse, Handynummer sowie IP-Adresse.
Bisher sind zum Beispiel Facebook und WhatsApp ab 13 Jahre freigegeben. Für beide Anwendungen ist noch nicht bekannt, wie die Überprüfung des Alters vonstattengehen soll. Facebook äußerte sich, die Kontrollen würden angemessen sein. Das Mindestalter für die Nutzung soll jedoch weiterhin bei 13 Jahren liegen, sofern Erziehungsberechtigte eindeutig zugestimmt haben, meldet Horizont.

Einschränkungen bei Zugriff auf Informationen

Facebook gibt im Blog zu den aktuellen Entwicklungen bekannt, wie ansonsten mit Jugendlichen im Sozialen Netzwerk umgegangen wird. "Zum Beispiel sind Werbekategorien für Jugendliche begrenzter, und ihre Standard-Publikumsoptionen für Beiträge enthalten kein 'Öffentlich'" - das bedeutet, dass Posts nur von FreundInnen gesehen werden können. Ältere NutzerInnen können ihre Beiträge für alle Nutzer des Networks zur Verfügung stellen, egal ob bekannt oder unbekannt.

Das Gesichtserkennungsfeature, das nun nach Klärung der Rechtslage auf freiwilliger Basis zur Verfügung steht, wird nicht von/für Minderjährige genutzt werden können. Auf Informationen wie Wohnort und Geburtstag ist nur eingeschränkt zugreifbar.

Team soll Jugendliche zu Datenschutz aufklären

Später in diesem Jahr wird Facebook ein globales Online-Ressourcen-Center eröffnen, welches Jugendlichen zu mehr Aufklärung über ihre häufigsten Datenschutzfragen helfen soll.

 

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