Facebook: Neue Datenschutzbestimmungen überprüfen

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Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat viele Folgen für Internetseiten und Soziale Netzwerke. Facebook hat entsprechend der Änderungen nun eine Seite eingerichtet, auf der Nutzer Grundsatzentscheidungen treffen können und die Datenschutzeinstellungen grundsätzlich übersichtlicher gemacht. SCHAU HIN! empfiehlt, alles zu checken.

Zwei junge Frauen lehnen aneinander und schauen gemeinsam auf ihre Smartphones.
Rawpixel/Unsplash

Für Facebook sind es anstrengende Zeiten: Erfinder Mark Zuckerberg muss sich vor Gericht dazu äußern, was das Netzwerk eigentlich mit welchen Daten macht. Gleichzeitig tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) demnächst in Kraft. Diese soll unter anderem Daten von Kindern noch besser sichern, gleichzeitig allen Internetnutzern ermöglichen, besser zu kontrollieren, wer eigentlich was über sie speichert. Gleichzeitig will Facebook Jugendlichen für Fragen in einem Aufklärungscenter zur Verfügung stehen.

Noch vor Inkrafttreten spricht das Netzwerk derzeit über deren Timelines die Nutzer an, die Einstellungen zu überprüfen. Wer den Post nicht sieht, kann die Kontrollseite über diesen Link aufrufen. Anschließend erfolgt eine Abfrage zur Bereitschaft, Nutzungsdaten zu teilen. Facebook finanziert sich über Werbung und bietet den Werbetreibenden an, die Anzeigen an bestimmte Zielgruppen gerichtet auszuspielen. Das heißt, dass Autofans eher Werbung für ein neues Modell bekommen. Wer häufig nach Hundebedarf im Internet sucht, bekommt eher dazu passende Anzeigen. Nun lässt sich präziser auswählen, wer welche Informationen bekommen darf – auch, welche Apps sie nutzen können.

Gesichtserkennung – umstrittenes Feature ist zurück

Dann entscheiden die User, ob sie das Feature Gesichtserkennung nutzen wollen. Facebook scannt hochgeladene Fotos und fragt dann Nutzer, ob sie die abgelichteten Personen sind. Das ist freiwillig, als Facebook vor einigen Jahren die Funktion erstmals startete, war der Protest groß.

Auch bei den Nutzungsbedingungen (hier zu finden) hat Facebook vieles verständlicher gemacht – leichtere Sprache, mehr Übersichtlichkeit. Zeit muss man sich trotzdem nehmen: Es gibt so viele Optionen, dass es Geduld braucht, um alle zu betrachten. Wichtig sind vor allem Alterseinstellungen – Nutzer unter 16 Jahre brauchen zur Angabe bestimmter Informationen das Einverständnis ihrer Eltern. Generell kann darüber entschieden werden, wer Name, Profilfoto und Aktivitäten nutzen darf.

Wer viele Apps auf sein Handy lädt und Facebook zum Login nutzt, sollte öfter checken, welche Daten abgegriffen werden – das geht hier. Denn auch, wenn ein Programm wieder vom Smartphone gelöscht wurde, kann es sein, dass weiter Daten gezogen werden. Das gilt auch für Facebook-eigene Applikationen, etwa Spiele. Alles, was nicht notwendig ist: abschalten.

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