„Fortnite“ und Co.: Als Eltern selbst ein Bild von Spielen machen

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Der Hype um das kostenlose Onlinespiel „Fortnite: Battle Royale“ ist nach wie vor groß, der nächste Trend kommt sicher. Für Kinder ist der Druck, auch das neuste Game zu spielen, oft hoch – Eltern sind verunsichert, ob das grade angesagte Spiel für ihr Kind geeignet ist.

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Nach Pokémon Go! und Minecraft ist derzeit „Fortnite“ bei Kindern und Jugendlichen besonders beliebt – ein Shooter-Spiel. Es geht darum, auf einer verlassenen Insel als letzter einer Gruppe rivalisierender KämpferInnen am Leben zu bleiben. „Eltern sehen in erster Linie die Gewalt in einem Spiel wie ‚Fortnite‘ und sind verunsichert. Gleichzeitig sollen sich ihre Kinder aber auch nicht ausgegrenzt fühlen“, weiß SCHAU HIN!-Mediencoach Iren Schulz. „Bei neuen Spielen empfehlen wir eine doppelte Absicherung: Erstens können Altersfreigaben als erste Orientierung dienen. Zweitens – und das ist vielleicht noch wichtiger – kennen Sie Ihr Kind genau und wissen, was beängstigend oder überfordernd sein könnte.“ Das gelte für „Fortnite“ genauso wie für andere Spiele.

Altersfreigaben sind keine Empfehlungen

„Fortnite“ hat in seiner ursprünglichen Version die USK-Altersfreigabe „ab 12 Jahren“ erhalten. Der beliebte Onlineableger wurde nicht geprüft. Die offiziellen Alterskennzeichen können jedoch immer nur eine erste Orientierung für Eltern sein. Auch die Altersangaben in App Stores sind keine Empfehlungen: Im Google Play Store erhalten Apps ein IARC-Kennzeichen. Hierfür stufen die Anbieter die Anwendungen nach den Kriterien der USK selbst ein. Weitere Richtwerte bieten pädagogische Bewertungen wie die des Spieleratgebers NRW. Dieser prüft bei Kindern und Jugendlichen beliebte Games und gibt Eltern so einen inhaltlichen sowie pädagogischen Einblick. Für Spiele-Apps finden Erziehende Einschätzungen unter anderem bei app-geprüft und klick-tipps.

Gemeinsames Spielen

Neben pädagogischen Altersempfehlungen ist auch der eigene Eindruck der Eltern wichtig für eine sichere Einschätzung eines Spiels. Eltern können das Wunschspiel des Kindes zunächst alleine testen – das empfiehlt sich vor allem bei jüngeren Kindern. Besonders gemeinsames Spielen – zumindest am Anfang – hilft Eltern, das Spiel selbst kennenzulernen und potenzielle Risiken zu erkennen. Entscheiden sie sich für das Spiel, sollten Eltern den Faden nicht abreißen lassen und immer mal wieder eine Runde mitspielen oder zuschauen. So zeigen sie nicht nur Interesse für die Hobbies des Kindes, sondern bleiben auch über Updates und Trends im Bild. „Wichtig ist auch, von Anfang an Zeitbudgets zu vereinbaren, Regeln festzulegen und eine Handhabe zu entwickeln, wenn dem Kind im Spiel etwas merkwürdig vorkommt oder Angst macht“, rät Iren Schulz.

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