Gamescom: So wählen Eltern die passenden Spiele aus

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Vom 21. bis 25. August 2018 treffen sich in Köln Hundertausende Fans zu einer der wichtigsten Computer- und Videospielmessen der Welt – der Gamescom (2017: 350.000 Besucher). Laut Verband der deutschen Games-Branche sind im vergangenen Jahr rund 3,3 Milliarden Euro mit digitalen Spielen umgesetzt worden, nochmal eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahr. Besonders Spiele-Apps haben für den zusätzlichen Schub gesorgt.

Eine Hand liegt auf einer blau beleuchteten Tastatur.
Soumil Kumar/ Pexels

Die Auswahl an Gaming-Plattformen ist groß. Es gibt Konsolen- und Computerspiele, hier wird in der Regel ein Titel gekauft, der dann entsprechend genutzt wird. Am Rechner ist es aber auch möglich, internetbasierte Browser-Games zu spielen, die keinen Download oder Datenträger benötigen. Neben den klassischen Konsolen nutzen viele Menschen ihre Smartphones und Tablets für eine Runde Spielen zwischendurch. Immer populärer werden Gratis-Titel, die jedoch langfristig über In-App-Käufe auf reale Investitionen der SpielerInnen abzielen.
 

Überblick behalten

Mit der größer werdenden Auswahl an Spielvarianten ist es für Eltern umso wichtiger, den Überblick zu behalten. Dabei gibt es einige Punkte, die helfen, geeignete Spiele auszuwählen und Kinder aktiv zu begleiten.

  • Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob ein Spiel altersgerecht ist. Alterskennzeichen sind auf Verpackungen von Konsolen- und Computerspielen für die Hersteller Pflicht. Sie stellen aber keine pädagogische Empfehlung dar. Online ist es meist nicht ganz einfach, Altersgrenzen herauszufinden – für Spiele-Apps werden in den App Stores meist Empfehlungen gegeben. Wichtig ist zu unterscheiden, wer die Einstufung vornimmt: Der Spielhersteller wählt unter Umständen eine andere Altersstufe als eine pädagogische Plattform.
  • Viele Spiele bieten die Möglichkeit, gegen Geld zusätzliche Inhalte zu erwerben. Mal geht es darum, stärkere Waffen oder bessere Ausrüstung zu bekommen. Mal auch schlicht darum, weitere Level freizuschalten. Gerade Gratis-Titel unterliegen häufig dem Prinzip: Erst anfixen, dann abkassieren („Free-to-Play“ bzw. „Freemium“). Wichtig für Eltern ist, ihrem Kind zu vermitteln, dass auch diese Angebote echtes Geld kosten und auch kleine Beiträge sich summieren. Anfangs ist von solchen Spielen abzusehen, mit mehr Spielerfahrung und zunehmenden Alter können Eltern mit ihrem Kind ein festes Budget vereinbaren.
  • Eltern können sich die Spiele von ihrem Kind zuerst einmal zeigen lassen. Das signalisiert Interesse, bringt gemeinsame Erlebnisse und sie können leichter nachvollziehen, was ihr Kind daran begeistert. Ein Austausch schafft zudem eine gute Grundlage, damit sich das Kind auch dann an seine Eltern wendet, wenn es einmal Probleme gibt.
  • Wenn Eltern die aktuellen Spiele kennen, können sie besser vor möglichen Risiken warnen. Einige Games mit Onlinefunktionen bieten beispielsweise Chats zwischen den SpielerInnen an. Solche Angebote sind meist ungefiltert; beleidigende und unangebrachte Nachrichten werden nicht blockiert.
  • Festzulegen ist im Vorfeld, wie viel eigentlich gespielt werden darf. Dafür eignen sich Mediennutzungsverträge, die sich im Internet finden lassen. Wenn so etwas vorher festgelegt wurde, haben beide Seiten am Ende eine Argumentationsgrundlage für beziehungsweise gegen das Weitermachen.

Einstellungen sind wichtig

Bei Computern und Tablets/Smartphones ist es wichtig, dass alle Jugendschutzeinstellungen vorgenommen werden, die Kinder davon abhalten, unpassende Inhalte aufzurufen. Aber auch alle modernen Konsolen fordern BenutzerInnen auf, das Gerät mit dem Internet zu verbinden. Eltern sollten sich die Zeit nehmen, die Einstellungen nachzuvollziehen und – das ist in der Regel möglich – wichtige Optionen mit einem Code zu schützen, damit das Kind nicht selbstständig Änderungen vornehmen kann und am Ende selbst Inhalte kauft oder unbemerkt im Netz surft.

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