JIM-Studie 2018: Viele Jugendliche nutzen Netflix und vertrauen der Tagesschau

20 Jahre Forschung: Seit 1998 untersucht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) den medialen Alltag von Jugendlichen in Deutschland. Die für das Jahr 2018 veröffentlichte Studie untersuchte neben der Nutzung digitaler und analoger Medien auch das Vertrauen in Nachrichtenangebote.

Die Hände einer Frau mit lackierten Fingernägeln halten ein Smartphone, auf dem Tisch steht ein Laptop.
FirmBee/pixabay

Die JIM-Studie feiert 20-Jähriges Jubiläum. In Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR) forschen die Landesanstalt für Kommunikation Baden Württemberg (LFK) und die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland Pfalz (LMK) schon seit 1998 über das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland. Im Rahmen einer Jubiläumsfeier wurden die Ergebnisse der aktuellen Studie veröffentlicht.

Jugendlichen steht ein breites Medienrepertoire zur Verfügung

Fast alle befragten (97%) Jugendlichen besitzen ein Smartphone, das bereits einen großen Teil der Mediennutzung abdeckt. 71 Prozent besitzen einen Computer oder einen Laptop. Die meisten wachsen in Haushalten mit einem breiten Medienangebot auf. In praktisch allen Familien sind im Jahr 2018 Smartphones, Computer/Laptop und Internetzugang vorhanden. Auch Fernsehgeräte sind bei 95 Prozent der Befragten vorhanden. In drei von fünf Familien haben Jugendliche Zugang zu einem Smart-TV.

Streaming-Nutzung von Jugendlichen hat sich verdoppelt

Netflix wird inzwischen von fast der Hälfte der Zwölf bis 19-Jährigen genutzt. 47% Prozent schauen regelmäßig Serien und Filme auf der Streaming Plattform. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil regelmäßiger jugendlicher Netflix-NutzerInnen verdoppelt. Jede/r fünfte Jugendliche nutzt Amazon Prime (22 %). Auch Spotify wird von Jugendlichen verstärkt dem linearen Radio vorgezogen. 90 Prozent der Befragten nutzen mehrmals die Woche die Video-Plattform YouTube.

Jugendliche vertrauen der Tagesschau und Tageszeitungen

In der Befragung konnten Jugendliche Nachrichtenangebote mit Schulnoten in Bezug auf ihre Vertrauenswürdigkeit bewerten. Die Tagesschau beziehungsweise die Tagesthemen der ARD haben von 84 Prozent der Jugendlichen die Note eins oder die Note zwei erhalten. Damit genießen sie das höchste Vertrauen, gefolgt von regionalen Print-Tageszeitungen (77%) und öffentlich-rechtlichen Radiosendern (75%). ZDF Heute, beziehungsweise dem Heute Journal vertrauen 71 Prozent der Befragten. Jeweils die Hälfte der Jugendlichen stufen Focus online und Spiegel online als vertrauenswürdig ein. Als Informationsmedium nutzen die Jugendlichen das Internet in erster Linie für Suchanfragen bei Google oder anderen Suchmaschinen (85 %). Aber auch YouTube ist eine relevante Größe und wird von etwa zwei Drittel regelmäßig verwendet, um sich über ein Thema zu informieren.

Für die JIM-Studie 2018 wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren in ganz Deutschland von Mai bis August 2018 telefonisch befragt.

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