Versteckte Werbetracker in Kinder-Apps

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ForscherInnen der University of Oxford haben unzählige Android-Apps untersucht und in über 90 Prozent mindestens einen Werbetracker gefunden. Besonders Kinder- und Nachrichten-Apps sind davon betroffen.

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Es wurden 959.426 Android-Apps aus dem Google Store heruntergeladen und auf Tracker von Drittanbietern untersucht. Diese ermöglichen es Firmen NutzerInnen zu identifizieren und ihr Nutzungsverhalten über mehrere digitale Dienste zu verfolgen.

In 90,4 Prozent der Apps wurden Werbetracker gefunden. Kinder- und Familien-Apps stellten dabei eine besonders interessante Zielgruppe für Werbende dar, denn nur 7,2 Prozent der Apps, die für Familien und Kinder bestimmt sind, weisen gar keine Werbetracker auf. Das schreibt „ZDNet“.

Die USA führt dabei unter den Trackern. Bei 90,2 Prozent der untersuchten Apps fanden die Forscher mindestens einen Tracker eines amerikanischen Anbieters. Darauf folgen China, Norwegen, Russland und zuletzt Deutschland mit 2,6, Prozent.
Zuletzt untersuchten ForscherInnen der University of Michigan 135 Kinder-Apps und fanden in 95 Prozent der Apps Werbung. Daraufhin wurde einerseits die Qualität der Werbung kritisiert, die oft ungeeignet für Kinder sei und außerdem, dass die Werbung Kinder dazu dränge, In-App-Käufe zu tätigen.

SCHAU HIN! empfiehlt Eltern, ihre Kinder frühzeitig über die unterschiedlichen Werbeformen aufzuklären und bei der Mediennutzung zunächst auf werbefreie, kindgerechte Inhalte zu achten. Gerade bei den ersten Schritten im Netz sollten Kinder nicht durch Werbung abgelenkt werden, sondern das Netz in einem geschützten Surfraum ungestört erkunden können. Für weitere Tipps zum Thema Werbung im Internet, lest hier.

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