WHO erklärt Spielsucht zur Krankheit

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Digitale Welten faszinieren Kinder und Erwachsene. Manche zu sehr: Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation; WHO) hat Computerspielsucht nun offiziell als Krankheit anerkannt. Betroffen sind Menschen, die virtuelle Welten über ihre sozialen Kontakte stellen und pathologisch spielen.

Haende halten Playstation Controller
JÉSHOOTS.com/Pexels

Von Computerspielsucht sei zu sprechen, wenn die Spiele eine zunehmende Priorität im Leben erlangen und andere Aktivitäten beeinträchtigen, so die WHO. "Für die Diagnose muss das Verhaltensmuster von ausreichender Schwere sein und wesentliche Beeinträchtigungen in persönlichen, familiären, sozialen, erzieherischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen versursachen. In der Regel ist dies seit mindestens zwölf Monaten offensichtlich der Fall", heißt es in der Erklärung der WHO.

Die Krankheit wird Mitte 2018 in die International Classification of Diseases (Internationale Klassizifizierung von Krankheiten; ICD) aufgenommen, das Standardwerk der Krankheiten der WHO. Sie dient ÄrztInnen weltweit als Grundlage zur Erkennung von und Kategorisierung gesundheitlicher Einschränkungen. Dass die Sucht nun aufgenommen wurde, basiert auf Studien zum Thema und der Erkenntnis, dass die Problematik weltweit mit vergleichbaren Symptomen auftritt und global medizinische Fachkräfte beschäftigt.

Studien deuten darauf hin, dass die Spielstörung nur einen kleinen Teil der Menschen betrifft, die sich mit Computer- und Videospielen beschäftigen. Die WHO: "Personen, die an Spielen teilnehmen, sollten auf die Zeit achten, die sie für das Spielen von Aktivitäten aufwenden, insbesondere wenn es um die anderen täglichen Aktivitäten geht, sowie um Veränderungen ihrer physischen oder psychischen Gesundheit und ihres sozialen Funktionierens."

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