Wie gefährlich sind Metadaten?

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Darüber machen sich die wenigsten NutzerInnen Gedanken: Metadaten. Dabei können durch sie UserInnen Sozialer Netzwerke identifiziert werden. Das fand nun ein ForscherInnenteam heraus.

Ein kleines asiatisches Mädchen streckt die Zunge raus und schaut auf ein Smartphone.
Pan Xiaozhen/Unsplash

Metadaten werden bei den meisten Online-Interaktionen gespeichert. In Sozialen Netzwerken werden sie zusätzlich zum Inhalt eines Posts übertragen, wie der Account-Name, der Veröffentlichungszeitpunkt eines Beitrags, seine Likes und benutzte Hashtags. Jede Information für sich lässt keinen Rückschluss auf die Identität der UserInnen zu. Einem Forscherteam ist es jedoch gelungen, einzelne Posts Personen zuzuordnen – ganz ohne die persönlichen Angaben aus dem Profil der Angemeldeten zu kennen oder den eigentlichen Inhalt eines Beitrags zu berücksichtigen.

Metadaten als Risikofaktor

In ihrer Studie “You are your Metadata” (Du bist deine Metadaten) zeigen Beatrice Perez, Mirco Musolesi und Gianluca Stringhini, wie beispielsweise der Urheber eines Twitter-Post mithilfe lernfähiger Algorithmen unter 10.000 KandidatInnen ausgemacht werden konnte. Die Genauigkeit der Systeme lag bei 96,7 Prozent. Die Untersuchung soll zeigen, dass die Privatsphäre von NutzerInnen auch durch Metadaten gefährdet werden kann. Bisher bezog sich diese Sorge im Allgemeinen vor allem auf private Profilinformationen, wie beispielsweise Name und Wohnort, oder den Inhalt der geteilten Beiträge in Sozialen Netzwerken. Gleichzeitig betont das ForscherInnenteam in ihrer Zusammenfassung, dass diese Methode nicht nur auf Twitter, sondern auf verschiedene Plattformen angewendet werden kann, auf denen Metadaten gespeichert werden. Davon sind auch bei Kindern und Jugendlichen beliebte Netzwerke wie Instagram und Snapchat betroffen.

SCHAU HIN!-Tipps für Eltern

Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, sich genau zu überlegen, auf welcher Plattform welche Informationen geteilt werden. Eltern sind gut beraten, sich im Vorfeld genau über die Netzwerke zu informieren, die ihre Kinder nutzen wollen. Im Zweifelsfall ist es besser, eine sichere Alternative zu wählen.

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