Facebook sicher einrichten

Facebook gehört zu den weltweit größten Sozialen Netzwerken. Damit sich Kinder und Jugendliche hier möglichst sicher bewegen, muss bei der Anmeldung einiges beachtet werden. Am besten richten Eltern gemeinsam mit ihrem Kind das Facebook-Profil ein. Was Eltern dafür wissen müssen, erfahren sie hier.

Drei asiatische Mädchen sitzen nebeneinander auf einer Bank und lachen.
Rahmani Kresna/Unsplash

Facebook-Profil gemeinsam einrichten

Erlauben Sie Ihrem Kind die Nutzung von Facebook, ist es besonders wichtig, dass Sie das Profil gemeinsam einrichten. Laut AGB ist das Netzwerk erst ab 13 Jahren erlaubt. Nutzer unter 16 Jahren haben nicht auf alle Funktionen Zugriff und für die Verwendung ihrer Daten gelten laut europäischer Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) andere Vorgaben, als für ältere Jugendliche. Bei Unter-16-Jährigen müssen die Eltern der Facebook-Nutzung zudem zustimmen.
Bei der Anmeldung bei Facebook sind nicht alle Angaben Pflicht. Besonders bei Informationen, die leicht Rückschlüsse auf den Wohnort zulassen, sind Eltern und Kinder besser vorsichtig. Dazu zählen beispielsweise auch die Schule oder regionale Interessen. Auch das Profilfoto sollte mit Bedacht gewählt werden, da es im gesamten Netzwerk sichtbar ist. Während andere Informationen nur für Freunde angezeigt werden können, fehlt diese Möglichkeit für Profil- und Titelbild. Am besten wird hier ein Bild gewählt, das das Kind nicht deutlich zeigt.

Einstellungen für mehr Privatsphäre

Bei Facebook geht es darum, Erlebnisse mit Freunden zu teilen und zu sehen, was andere grade machen. Wer Zugriff auf die privaten Posts hat, sollte besonders bei Kindern genau überprüft werden. Facebook bietet verschiedene Einschränkungen für die eigene Chronik oder einzelne Beiträge, die Eltern bei der Einrichtung unbedingt nutzen sollten.

In den Einstellungen kann gemeinsam festgelegt werden, wo neue Posts sichtbar sind, wer auf die eigene Chronik schreiben kann und von wem das Kind Freundschaftsanfragen erhält. Empfehlenswert ist, überall möglichst nur Personen in der Freundesliste oder „Freunde von Freunden“ zuzulassen. Wichtig ist auch, die Einstellungen regelmäßig zu überprüfen. Macht Facebook ein Update, könnten die Optionen zurückgesetzt werden – meist ist die Grundeinstellung jedoch nicht im Sinne des Daten- und Jugendschutzes.

Datenschutz bei Facebook

Auch die Bestimmungen für Datenschutz werden am besten vor der Anmeldung geprüft und immer wieder gecheckt, da sie sich häufig ändern. Seit Mai 2018 können Facebook-Nutzer beispielsweise die Verwendung ihrer Interessen für personalisierte Werbung einschränken und besser einsehen, wofür ihre privaten Daten vom Konzern genutzt werden.

In den Einstellungen kann unter „Apps und Websites“ überprüft werden, welche Apps Zugriff auf die durch Facebook gesammelten Daten haben. Die Verknüpfung entsteht, wenn das Facebook-Profil für die Anmeldung bei anderen Seiten und Anwendungen genutzt wird. Die Funktion sollte von Kindern besser nicht genutzt werden, da die Drittanbieter so die bei Facebook hinterlegten Daten einsehen kann. Wurde der Zugriff bereits gewährt, kann er in den Einstellungen nachträglich entzogen werden.

Hinter dem Menüpunkt „Werbeanzeigen“ verbergen sich Informationen zu personalisierter Werbung. Unter Einstellungen kann der Zugriff auf die persönlichen Angaben für Werbetreibende eingeschränkt werden. Unter den anderen Reitern zeigt Facebook, welche Interessen es einem Nutzer zuschreibt. Sind hier unpassende Einträge zu sehen, können diese entfernt werden. Durch die Nutzung von Facebook generieren sie sich jedoch immer wieder neu.

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