Mediennutzung im Alltag: Praktische Hilfe und verlockende Ablenkung

Mediencoach-Kolumne

Ob in der Bahn, an der Supermarktkasse oder zu Hause auf der Couch: Als Erwachsene greifen wir in vielen Alltagssituationen zum Smartphone, um Wartezeiten zu verkürzen und Langweile zu vertreiben. In ihrer Kolumne schreibt Mediencoach Kristin Langer darüber, dass dadurch gemeinsame Zeit zwischen Eltern und Kindern verloren geht.

Grafik der Mediencoach-Kolumne mit dem Titel "Mediennutzung im Alltag" mit Bild von Kristin Langer
SCHAU HIN!

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

Zeit mit Kindern verbringen, das ist für Eltern eigentlich eine tolle Sache. In Alltagssituationen wie beim Arztbesuch oder auf einer langen Zugfahrt rückt der Gemeinschaftsgedanke aber manchmal in den Hintergrund. Besonders, weil es heute einfach ist, den Nachwuchs mit digitalen Medien zu beschäftigen. Kinder lernen Medien so als unterhaltsamen Babysitter kennen. Die Eltern nutzen dann die „gewonnene Zeit“ vermeintlich sinnvoll. Schnell werden mit dem Smartphone nebenbei Termine vereinbart, Job-Mails gecheckt und Einkäufe erledigt.

Gleichzeitig erwarten Eltern, dass ihre Kinder aufmerksam sind, wenn sie es wünschen. Eltern sitzen nicht gern auf der Reservebank, wenn sie etwas klären wollen, das Kind aber gerade FIFA spielt. Und sie mögen ungern warten, nur weil der Chat des Sohnes oder der Tochter mit einem Freund gerade Vorrang hat. Macht sich unser Kind durch seine Mediennutzung rar, wehren sich Eltern lautstark gegen ihre Nebenrolle.

Eltern müssen beim Thema Mediennutzung abwägen. Nicht nur, wieviel Bildschirmzeit für ihr Kind verträglich ist, sondern auch, wie sie selbst Vorbild sein wollen. Wer selbst bei jeder Gelegenheit zum Smartphone greift, kann seinen Kindern nur schwerlich erklären, warum sie es nicht dürfen. Dabei helfen klare Regeln: Wenn Mama beim Fußballtraining zuschaut, hat das Smartphone Pause. Dafür legt der Nachwuchs das Tablet weg, wenn das Essen angerichtet ist. Und oft finden sich auch Wege, gemeinsam in digitale Welten einzutauchen.

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Momente gemeinsam genießen. Dazu möchte SCHAU HIN! Sie und Ihre Kinder speziell bei der Mediennutzung mit seinen Angeboten anregen. Um auf dem Laufenden zu sein in Medienfragen, können Sie spielerisch gemeinsam Ihr Wissen testen bei unserem Medienquiz. 

Ich freue mich, wenn Sie mir Ihre persönlichen Erfahrungen schreiben, welche Momente Sie mit Ihrem Kind genießen – mit und ohne Medien.

 

Ihr Mediencoach Kristin Langer

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