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Blogparade "Kinderfotos im Netz"

 

Niedlich und Süß. Besonders und Alltäglich. Voller Freude und Stolz: Wenn Eltern ihre Kinder fotografieren und die Bilder online posten, dann weil sie Freunden, Bekannten, Kollegen – und eigentlich der ganzen Welt zeigen wollen: Ich liebe mein Kind! Und ich freue mich über jeden Entwicklungsschritt und jede Situation, die es meistert und erlebt. Dass dieses Gefühl nichts Neues ist und sich schon immer in Fotos manifestiert – das zeigen die Familienalben, die schon viele Jahrzehnte lang und über Generationen hinweg in Wohnzimmern lagern und auf Familienfeiern herumgereicht werden. Warum also die ganze Aufregung um Kinderfotos im Netz?

Mit den Möglichkeiten des Smartphones, jederzeit und überall zu fotografieren und die Ergebnisse bei Facebook, Instagram und Co. zu posten, haben sich die räumlichen und zeitlichen Grenzen von Fotoalben und Familienfeiern verlagert. Die Schnappschüsse der süßen Kleinen sind nicht nur für die eigenen Freunde und Follower sichtbar, sondern kursieren mitunter auch in weiteren Netzwerken, werden auf Social Media-Servern abgespeichert und gehören dann nicht mehr nur den Eltern allein. Sehr viele Kinder sind so bereits vor ihrem dritten Lebensjahr online präsent, ohne dass sie selbst darüber entscheiden konnten.

„Was soll’s?!“ – meinen die einen: Wir leben in einer visualisierten Welt, in der ein Teil unserer Lebensgeschichte immer auch öffentlich und bebildert ist. Warum soll das so dramatisch sein? Und wenn Generationen von heranwachsenden Kindern und deren Eltern Einblicke in ihr Familienleben gewähren, dann kann das doch auch als Normalität angesehen werden, oder?

„Eltern tragen aber die Verantwortung dafür, dass ihre Kinder unbeschadet aufwachsen!“ – meinen die anderen: Und wenn Kinderfotos über das Social Web in „falsche Hände“ geraten, wenn Kinder gar nicht wollen, dass vermeintlich niedliche, tatsächlich aber peinliche Fotos von ihnen für immer im Internet kursieren, wenn privates Fotoalbum und Familienfeier zur öffentlichen Zurschaustellung privater Momente avancieren, was dann?

„Privacy Please!“ ist eine Hashtag-Kampagne, die derzeit in den USA von Kindern umgesetzt wird, die ihre Eltern auf etwas ganz Banales – aber heute wohl doch Besonderes hinweisen: Wir haben eine Privatsphäre – respektiert das. Hierzulande verfolgt das Deutsche Kinderhilfswerk mit der Kampagne „Erst denken, dann handeln“ einen ähnlichen Ansatz und gibt praktische Tipps, wie Eltern verantwortungsvoll und sicher beim Posten von Kinderbildern vorgehen können. Diese und ähnliche Aktionen zeigen deutlich das aktuelle Spannungsfeld: Auf der einen Seite wächst unser Nachwuchs in einer digitalisierten Welt auf, in der er überall und im Großteil der Lebensbereiche mit digitalen Medien in Berührung kommt. Auf der anderen Seite hat auch die kommende Generation Rechte im digitalen Raum und möchte seinen „digitaler Fußabdruck" selbst im Netz verankern. Privatsphäre eben, aber dann altersunabhängig.

Apropos Alter – wir Eltern legen übrigens Grundsteine und Maßstäbe, an denen sich unsere Kinder orientieren: Bei der Entscheidung für gesunde Ernährung, beim Verhalten im Straßenverkehr. Und beim Bewegen im Netz. Möchten wir, dass unsere Kinder auch die Privatsphäre anderer Kinder und Personen respektieren, müssen wir sie dafür sensibilisieren. Deshalb ist aus meiner Sicht die einfachste und wichtigste Sache bei der ganzen Diskussion rund um die privaten (Bild)Daten im Netz: Vorbild sein und bleiben!

Übrigens: Mehr zum Thema von mir finden Sie auch auf YouTube –
Nachgefragt: Kann ich Fotos von meinen Kindern im Netz hochladen?
Digitaler Elternabend zu „Kinderfotos im Netz“ in Kooperation mit dem DKHW

Mit besten Grüßen
Ihr SCHAU HIN!-Mediencoach Iren Schulz

Blogparade zum Thema Kinderfotos im Netz
© Pexels / SCHAU HIN!

Wie in dem Beitrag von Mediencoach Iren Schulz deutlich wurde, stecken Eltern heute in einem Zwiespalt: Auf der einen Seite wachsen ihre Kinder in einer digitalisierten Welt auf, in der der Großteil der Lebensbereiche mit digitalen Medien in Berührung kommt und dieser Anteil stetig wächst. Sie selbst sind Teil dieser digitalen Welt und so auch ihre Kinder. Auf der anderen Seite hat die kommende Generation eigene Rechte im digitalen Raum, darunter auch, ihren digitalen Fußabdruck selbst im Netz zu verankern und mitzubestimmen, wie aktiv sie selbst im Netz werden möchten und wie viel sie im Internet von sich preisgeben möchten.

Uns interessiert: Wie gehen Eltern im alltäglichen Leben mit dem Thema um? Sehen sie sich als Vorbild? Kann man Familien-, Mama- oder Papablogs ohne Kinderbilder führen? Wie werden Kinderblogger und -vlogger gesehen? Welche Verantwortung tragen Eltern? Wie können Kinder mitbestimmen? Wird das Thema in der Familie angesprochen? Wie wird damit umgegangen? Gibt es Tipps?

Mitmachen ist ganz einfach:

1. Veröffentliche bis zum 16. Mai 2018 auf deinem Blog, auf deinem YouTube Kanal oder auf unserem Social Hub einen Beitrag zum Thema „Kinderfotos im Netz“. Weise auf diese Blogparade hin und verlinke auf diesen Artikel sowie den Hashtag #medienmomente.

2. Informiere uns über deinen Beitrag, indem du deinen Beitrag auf Facebook, Instagram oder Twitter unter dem Hashtag #medienmomente verlinkst. Nutze diesen Post auch, um eine/n weitere/n BloggerIn zu nominieren, ebenfalls an der Parade teilzunehmen.

3. Wir verlinken die teilnehmenden Beiträge auf dieser Seite und lassen die Community vom 17. bis zum 23. Mai 2018 darüber abstimmen, welcher Beitrag ihnen am besten gefallen hat.

4. Der Blogbeitrag mit den meisten Stimmen gewinnt eine exklusive, zeitlich begrenzte Zusammenarbeit (bezahlte Partnerschaft) mit SCHAU HIN! im Wert von 1.750 Euro (5 Beiträge a 350€).

Die Voraussetzungen für eine Teilnahme auf einen Blick:

  • Veröffentlichung eines Beitrags zum Thema mit Link zu dieser Seite und der Nutzung von #medienmomente
  • Einhaltung der Teilnahmebedingungen
  • Ein Post mit Hinweis zu dieser Blogparade inkl. der Verwendung von #medienmomente auf Facebook, Twitter oder Instagram
  • Nominierung eines/r weitere/n BloggerIn  mit Aufforderung zur Teilnahme auf Facebook, Twitter oder Instagram

In Kooperation entstandene Beiträge (von der Abstimmung ausgeschlossen):

(1) dasnuf.de: Meine #Medienmomente mit Kindern im Netz

Bisher eingereichte Beiträge: 

(1) Senkspiel.net: Die Sache mit den Kinderfotos
(2) MannplusKind: Kinderfotos im Netz
(3) 8BitPapa: Ein Babyfoto tut doch niemanden weh!
(4) steve-r.de: Kinder im Social Web? Ja doch, bitte!
(5) Regenbogenfamilien Köln: Privatsphäre im digitalen Zeitalter
(6) Mami hat Recht: Kinderrechte - ein Appell
(7) Lifestyle-Potpourri: "Kinderfotos im Netz" - Wo bleibt die Privatsphäre der Kinder?